Unternehmen wollen überzeugen

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Kerstin Witt von der Personalabteilung der Stadtwerke gehörte vor zehn Monaten zu den Initiatoren von „Uelzen ueberzeugen“. Gestern präsentierte sich das Bündnis erstmals öffentlich.

Uelzen - Von Marc Rath. Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Dirk Köhler veranschaulichte gestern beim offiziellen Startschuss der Initiative „Uelzen ueberzeugen“ das Problem: Zu Beginn dieses Jahrtausends bewarben sich noch 400 junge Menschen pro Jahr um einen Ausbildungsplatz bei dem Kreditinstitut. Die Zahl der Plätze ist gleich geblieben, die guten Chancen auf eine Übernahme ebenso – doch heute überspringt die Zahl der Interessenten noch nicht einmal die 100er-Marke.

„Wir haben ein Standortproblem“, räumte Kerstin Witt vom Personalmanagement der Stadtwerke ein. Uelzen besitze ein schlechtes Image als „graue Stadt“. Zwölf Unternehmen wollen dies ändern. Unter dem Slogan „Uelzen ueberzeugt“ haben DRK, Elmess, C. Hasse, Heggenstaller, Klinikum Uelzen, Nordzucker, Sparkasse, Stadtwerke, Uelzena, Uelzener Versicherungen, Winkelmann und Wolter die Initiative „Arbeiten und Leben in Uelzen“ gebildet. Im Internet firmieren sie als arbeitgeberinitiative-uelzen.de.

Das neue Bündnis kündigte gestern an, „die positiven Eigenschaften Uelzens herausarbeiten“ zu wollen, um „so für neuen Schwung in der Uelzener Wirtschaft zu sorgen“. Mit ihrer auch von der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG finanziell unterstützen Initiative erhofft sich die Gruppe der Zwölf auch einen eigenen Vorteil bei der Bewerbersuche, erläuterte Witt. 3000 Mitarbeiter arbeiten in den zwölf Unternehmen, die in 30 Ausbildungsberufen 200 Ausbildungsplätze anbieten.

Handel, Handwerk und Verwaltung sowie weitere Unternehmen aus der Stadt blieben beim Auftakt außen vor. Zum Start sei man bewusst unter sich geblieben, betonte Michael Hinz, Geschäftführer der Firma Winkelmann. Im nächsten Schritt will sich die Initiative jedoch auch für Interessenten öffnen. Weitere Formen und Ziele einer Zusammenarbeit sollen dann erst definiert werden. Für Hinz etwa ist ein engerer Austausch der Unternehmen wichtig, der auch zur gegenseitigen Vermittlung von Mitarbeitern führen soll.

Bürgermeister Otto Lukat lobte die „mustergültige Initiative“. Die Stadtverwaltung hat bereits einen Antrag auf Aufnahme gestellt, sagte Personal-Dezernent Herbert Blödorn am Rande der Veranstaltung.

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