Ungewohnte Geräusche in dieser Woche aus dem Uelzener Werk / Vorbereitung auf die neue Rübenkampagne

Unter Volldampf: Nordzucker testet neue Turbine

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ib Uelzen. Nach der Kampagne ist vor der Kampagne – und so bereitet sich das Uelzener Werk der Nordzucker AG schon jetzt auf die bevorstehende Zuckerrübenkampagne im Herbst vor.

Hierfür wird das Werk eine neue Turbine in Betrieb nehmen, die in dieser Woche für die Inbetriebnahme flott gemacht wird. „Dies kann zeitweise zu Geräuschbelästigungen führen“, erläutert Nordzucker-Pressesprecherin Nina Tatter. Die Turbine ist Teil der Investitionsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro (die AZ berichtete). Tatter: „Bei den Vorbereitungen in dieser Woche wird Dampf durch die Zuleitungen geschickt, um Fremdkörper und Schweißperlen aus den Leitungen zu entfernen, damit die Maschine im zukünftigen Regelbetrieb keinen Schaden nimmt. “ Durch das Ablassen von Hochdruckdampf entstehen Geräusche, die auch außerhalb des Werksgeländes hörbar sein werden.

Ein erster Probebetrieb der Turbine wird dann zwischen dem 19. und 21. Juni erfolgen. Dann wird die Turbine zum ersten Mal mit Dampf beaufschlagt und produziert auch etwas Strom. Auch dabei wird es zu Geräuschen kommen. „Die Nordzucker AG bittet die Anrainer um Verständnis und entschuldigt sich bereits heute für mögliche Geräuschbelästigungen“, so Tatter.

Ab kommendem Herbst, pünktlich zu Beginn der Rübenkampagne, soll die neue Turbine dann zum Einsatz kommen. Sie ist Teil der Investitionsmaßnahmen der Nordzucker AG in den Standort Uelzen und ein wichtiger Bestandteil für die Reduzierung des Energieverbrauchs bei der Trocknung der Schnitzel. Neben der Aufstellung des Verdampfungstrockners zur Trocknung der Rübenschnitzel aus dem stillgelegten Werk Güstrow und dem Umbau der Verdampfstation gehört dazu auch die neue Turbine.

Von Ines Bräutigam

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