Mit acht neuen Räumen

Das HEG unter einem Dach: Kreisschulausschuss empfiehlt 500.000-Euro-Anbau

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Das Herzog-Ernst-Gymnasium bekommt acht neue Unterrichtsräume, sie sollen in einem 500.000 Euro teuren Anbau entstehen. Spätestens zum 2. Halbjahr 2016/17 soll dort unterrichtet werden.

Uelzen. Bisher findet der Unterricht am Herzog-Ernst-Gymnasium (HEG) in Uelzen an zwei Standorten statt, am Hauptgebäude an der Greyerstraße und in den Räumen der ehemaligen Pestalozzi-Schule am Emsberg. Damit soll nun bald Schluss sein.

Der Schulausschuss des Landkreises empfahl jetzt einstimmig einem CDU-Antrag über 500 000 Euro für die Schaffung von acht neuen allgemeinen Unterrichtsräumen am Hauptstandort zuzustimmen und den Standort Pestalozzi-Schule nach der Fertigstellung des Anbaus aufzugeben. Der Umzug solle dann spätestens zum zweiten Schulhalbjahr 2017/18 abgeschlossen sein. Anvisiert ist aber schon der Beginn des Schuljahrs 2017/18.

„Das HEG hat einen Platzbedarf, den wir decken müssen“, sagte Karsten Jäckel (CDU). Die beste Lösung sei es, das HEG wieder an einem Standort unterzubringen. „Das ist zukunftsfähiger und unkomplizierter als die Zweitstandort-Lösung“, so Jäckel. Insgesamt sei ein Standort aus Sicht der CDU betriebswirtschaftlich sinnvoller als der Erhalt der Pestalozzi-Schule. Diese müsse mittelfristig sowieso abgerissen werden. Das frei werdende Gelände sei auf jeden Fall vermarktbar und könnte, falls es nicht als Standort für einen Kreishausneubau infrage kommt, als Bauland ausgewiesen werden, heißt es im CDU-Antrag. Auch sozialer Wohnungsbau sei auf dem Gelände möglich. „Die Emsberg Sporthalle macht dann auch keinen Sinn mehr und könnte abgerissen und bei der BBS neu gebaut werden“, meinte Jäckel.

Die acht neuen Unterrichtsräume sind aus Sicht der Kreisverwaltung dringend erforderlich, weil mit Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren der Raumbedarf gestiegen ist. Gleichzeitig geht man in Schätzungen davon aus, dass die Zahl der Klassen und Kurse in den nächsten Jahren ansteigen wird. Sind es in diesem Schuljahr noch 29 Klassen und 12 Kurse, rechnet die Verwaltung für das Schuljahr 2019/20 mit 32 Klassen und 12 Kursen.

Von Lars Lohmann

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