„Unser kleines Paradies“

Besonderer Farbtupfer: Blaue Flaschen zogen Blicke auf sich.

Reinstorf/Landkreis. Rudolf und Christa Lühmann aus Reinstorf waren gestern und vorgestern die ersten im Landkreis Uelzen, die im Rahmen der jährlichen Aktion „Offene Gärten in der Region Uelzen“ erstmals ihr Anwesen der Öffentlichkeit zur Besichtigung anboten. Ihnen werden bis September in regelmäßigen Abständen weitere Gastgeber folgen, die bereit sind, Besuchern einen Einblick in ihre Gärten zu gewähren.

Rudolf und Christa Lühmann eröffneten die Aktion „Offene Gärten“ in Reinstorf.

Man muss schon ein wenig suchen, um Anwesen und Garten der Eheleute Lühmann am Ortsrand von Reinstorf in Richtung Bad Bodenteich zu entdecken. Nicht ohne Grund haben sich die Reinstorfer Neubürger, die zuvor im Harzvorland lebten, vor gut drei Jahren ihr heutiges Heim gerade an dieser ein wenig abgelegenen und vom Durchgangsverkehr verschonten Gegend errichtet. Vorgefunden hatten sie ein mehr oder weniger verwahrlostes Haus und eine große Schutthalde, wie Rudolf Lühmann bei einem Rundgang erläutert und anhand der ausgestellten Fotos untermauert. „Heute ist es für uns schon ein kleines Paradies, was wir da in Rekordzeit geschaffen haben. Alles selbst geplant und in Handarbeit realisiert“, bilanziert der gelernte Gärtner nicht ohne sichtlichen Stolz auf das geschaffene Refugium von Haus und Garten. Das 2400 Quadratmeter große Terrain ist unter anderem gekennzeichnet von einer großen Farbenpracht und einer Vielfalt von Pflanzen, Sträuchern und Gehölzen, von Teichen und Wasserläufen, Brücken aus Holz oder Stein, von Sitzecken und Kunstobjekten. Einen kleinen Gemüsegarten und ein Gewächshaus gibt es ebenso wie selbst gefertigte Skulpturen aus Holz, Metall und Stein. Ob das große Fischernetz aus Skandinavien oder die kunstvoll gestalteten Steinhaufen aus Nordafrika – viele Exponate auf dem Gelände zeugen von der Reise- und Sammellust des Ehepaares. „Vieles ist bei uns im Fluss. Stillstand gibt es weder im Garten noch im Haus“, sind sich die Eheleute einig, die sich sehr über das offensichtlich große Interesse an ihrem Garten freuten.

Von Jochen Frenz

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