Unbezahlte Übernachtungen in Bad Bevensen: 49-Jähriger muss erneut ins Gefängnis

Ex-Häftling betrügt Pension

+
Ein 49-Jähriger Ex-Häftling muss erneut ins Gefängnis.

Uelzen. 17 Jahre und somit über ein Drittel seines Lebens hat er schon im Gefängnis verbracht.

Nachdem der 49 Jahre alte Mann das letzte Mal aus der Haft entlassen wurde, dauerte es ein dreiviertel Jahr, bis er wieder straffällig wurde – auch im Landkreis Uelzen: Wegen Betrugs und Diebstahls in besonders schwerem Fall wurde der Mann vom Amtsgericht Uelzen zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt.

Der 49-Jährige hatte sich im Februar für mehrere Tage in einem Pension in Bad Bevensen eingemietet und war anschließend verschwunden, ohne die knapp 500 Euro hohe Rechnung zu begleichen. Im April hat er dann in der Cafeteria eines Krankenhauses in Soltau Tageseinnahmen von mehr als 1500 Euro gestohlen.

Ähnlich wie in der Pension in Bad Bevensen soll der gebürtige Westfale im gesamten Bundesgebiet vorgegangen sein. Dafür liegen der Staatsanwaltschaft Lüneburg mehr als 15 Fälle vor, wegen weiterer mutmaßlicher Taten ermittele noch die Polizeiinspektion Lüneburg. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gehen fast täglich Akten aus ganz Deutschland ein, für die extra eine Ermittlungsgruppe eingerichtet worden sei. Voraussichtlich im September werde Anklage erhoben und ein Sammelverfahren eröffnet. Das Urteil aus dem Amtsgericht Uelzen soll dann bei der Verurteilung einbezogen werden.

Im Januar 2011 war der 49-Jährige aus der Haft entlassen worden, Mitte Oktober desselben Jahres habe er wieder mit Straftaten begonnen, gestand er. Im Mai 2013 wurde dem kriminellen Gebaren ein Ende gesetzt, nach dem Betrug in Bad Bevensen und dem Diebstahl in Soltau wurde er festgenommen. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft in Lüneburg.

Nach all den Straftaten ist dem 49-Jährigen ein Aspekt besonders wichtig: „Ich selbst habe in meinem Leben nie einem Menschen etwas getan“, betonte er vor dem Uelzener Amtsgericht. „Jedenfalls nicht körperlich“, konterte daraufhin der Staatsanwalt und stieß damit auf Zustimmung des Angeklagten.

Von Diane Baatani

Kommentare