Soziale Einrichtung in Uelzen wechselt zur Karlstraße / Zusammenarbeit von DRK und IDA

Umzug einer Kleiderkammer

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Gaben gestern den Startschuss für die neue Zusammenarbeit: Gerard Minnaard (links) von IDA und der Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, Heinz Meierhoff.

Uelzen. Das Schild, das auf die neue Kleiderkammer auf dem Gelände am Sozialen Kaufhaus an der Karlstraße 5 hinweisen soll, ist noch nicht da. Auch auf den dritten und letzten Anstrich warten die drei Container noch, für die extra ein Fundament gegossen wurde.

Vorher standen sie beim DRK an der Albertstraße 11, doch dort war man räumlich und personell an die Grenzen des Machbaren gestoßen.

Und so kam es zu der Verbindung zwischen dem DRK und IDA, des von Gerard Minnaard vor langer Zeit ins Leben gerufenen sozialen Dienstes „Integration durch Arbeit“.

Gestern nun kommen Heinz Meierhoff, der Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands, und Gerard Minnaard in der neuen Kleiderkammer zusammen, um den Beginn dieser Zusammenarbeit mit Handschlag zu besiegeln. Zehn Jahre ungefähr hatte das DRK einmal die Woche seine Kleiderkammer geöffnet – jetzt, mit Unterstützung durch die Mitarbeiter von IDA, wird sie Bedürftigen an vier Tagen in der Woche, von Dienstag bis Freitag, jeweils von 11 bis 12 Uhr, offenstehen, werden die dort an der Karlstraße angebotenen Textilien zu niedrigen Preisen abgegeben.

Gerard Minnaard begrüßt diese Erweiterung des ohnehin schon großen Angebotes des Sozialen Kaufhauses, da er um die Bedürftigkeit vieler Menschen weiß. Meierhoff greift dies auf, sieht zwar Flüchtlinge als Akut-Thema, aber darüber hinaus einen grundsätzlichen und auch regelmäßigen Bedarf unter den finanziell nicht gar so gut dastehenden Mitbürgern. Die zehn vom DRK in Stadt und Kreis aufgestellten Kleidungs-Sammelcontainer bleiben weiterhin an ihren Stellplätzen. Die dort eingeworfene Kleidung wird von DRK-Mitarbeitern gesichtet und sortiert.

Bei der Gelegenheit weist Meierhoff darauf hin, dass es leider immer wieder mal vorkomme, dass in diese Container nicht nur Kleidung geworfen werde, was bei den Mitarbeitern, die die Textilien auf ihre Weiterverwertung hin untersuchen, mitunter Ekel hervorrufe.

„Es gibt so viele plakative Schlagworte“, führt Meierhoff weiter aus und reicht Minnaard dabei die Hand - „Gemeinsam sind wir stark“ ist eines davon. Aber es stimmt. Dann geben die beiden die bereits reichlich mit Schuhen, Jacken, Hosen und anderen Kleidungsstücken ausgestattete neue Kleiderkammer an der Karlstraße 5 frei.

Wichtig: Gut erhaltene, gebrauchte Textilien können dort, aber auch weiterhin beim DRK-Kreisverband Uelzen an der Ripdorfer Straße 2 abgegeben werden oder in einen der zehn DRK-Sammelbehälter gesteckt werden.

„Was gut ist“, so Meierhoff, „kommt hier in der Kleiderkammer auf den Kleidungsständer.“

Von Folkert Frels

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