Brücke durch Schwerlastverkehr gefährdet

Das Umleitungs-Chaos in Uelzen

+
Nichts geht mehr: Auf der Birkenallee, Brücke über die Ilmenau, zwischen Johnsburg-Kreisel und Ripdorfer Straße/Neu Ripdorf steht der Verkehr gestern Mittag. Aber nicht nur da.

Uelzen. Durchgehend Stop-and-go vom Johnsburg-Kreisel bis zur Kreuzung Tile-Hagemann/Groß Liederner Straße: Die durch die Sanierung der Bundesstraße 4 erforderlichen Umleitungen durch Uelzens östliche Innenstadt sorgen seit Freitag für ein ordentliches Verkehrschaos.

Alteingesessene fühlen sich an die Zeiten erinnert, als es die B-4-Umgehung östlich von Uelzen noch nicht gab. Heute sollen weitere Ampelschaltungen auf dem Abschnitt optimiert werden, damit wieder mehr Fluss in die Blechlawine durch Uelzen kommt. Das kündigte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg gestern an.

Gesa Schütte, Fachbereichsleiterin Bau bei der Behörde, erklärte gegenüber der AZ gestern Nachmittag, dass die Schaltung der Ampel an der Kreisstraße 3, Abzweigung Ripdorfer Straße – bei der Tankstelle Hoyer und Spedition Kobernuss – angepasst würde. Das gleiche gelte für die Ampel an der Kreuzung Tile-Hagemann-Straße/Groß Liederner Straße. Als problematisch habe sich nach der Einrichtung der Umleitung am Freitag erwiesen, dass sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die vorgesehene Route hielten.

Hierdurch ergibt sich auch eine Gefahr für die Brücke, über die die Birkenallee die Ilmenau quert. Diese war der Grund, warum die Umleitung nicht über den Johnsburg-Kreisel führen sollte – denn sie ist für Schwerlastverkehr nicht geeignet.

Stadtsprecherin Ute Krüger erklärte hierzu: „Über einen längeren Zeitraum würde massiver Schwerlastverkehr die Brücke schädigen.“ Schwerlastverkehr, so Krüger weiter, sei alles über 3,5 Tonnen. Tatsächlich nutzten gestern aber auch etliche 40-Tonner die Brücke.

Angesichts der massiven Verkehrsprobleme versicherten Landesbehörde, Stadt und Polizei, dass es untereinander eine gute Kommunikation gebe, mit dem Ziel, die Probleme schnell zu minimieren. Anpassungen würden bei Bedarf auch später noch erfolgen.

Stadtsprecherin Ute Krüger stellte zudem in Aussicht, dass man in Absprache mit der Landesbehörde eine Kontaktmöglichkeit veröffentlichen werde, unter der Bürger dann Probleme bei der Umleitung melden könnten.

Kommentare