Lehrkräfte informierten sich beim religionspädagogischen Fachtag

Vom Umgang mit Tod und Trauer

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Anna Christina Petermann stellte beim religionspädagogischen Fachtag den „Trauerkoffer“ vor.

ute Uelzen. Meist plötzlich und unerwartet, aber auch nach Krankheit: Der Tod gehört zum Leben. Oft macht er sprachlos, fassungslos, es ist nicht zu begreifen, zu verstehen sowieso nicht.

„Der plötzliche Tod eines Schülers kann eine Schulgemeinschaft in Sprachlosigkeit versetzen und den normalen Schulalltag weitgehend lähmen“, so die Vorsitzende der Religionspädagogischen Arbeitsgemeinschaft Uelzen, Petra Rahlfs, beim Fachtag zum Thema „Tod und Trauer machen vor der Schule nicht halt“. „Häufig genug stehen Lehrkräfte einem solchen tragischen Ereignis unvorbereitet gegenüber und es bleibt gar nicht die Zeit, sich darauf einzustellen.“ Informiert wurde über einen besonderen Trauerkoffer. „Der Koffer soll helfen, von der Lähmung ins Handeln zu kommen. Ein plötzlicher Trauerfall geht nicht spurlos an den Pädagogen vorbei, doch sie müssen sofort reagieren“, so Anna Christina Petermann. Im Rahmen ihrer Meisterarbeit am Institut für Religionswissenschaften durchleuchtete sie die Seelsorge an Schulen. Der „Trauerkoffer“ soll Beteiligten eine Art Grundausstattung geben. Kreuz, Kerze, Infomaterial, Taschentücher, ein Engel, ein Kondolenzbuch… Petra Rahlfs: „Die aktive Auseinandersetzung mit dem Tod des Mitschülers wird angestoßen und begleitet die Klassengemeinschaft mit der Konfrontation des Todesfalls über die Trauerbegegnung bis zur seelischen Trauerverarbeitung. So können die Schüler auf einem handlungsorientierten Weg die Verlust- und Trauerverarbeitung kennenlernen und entwickeln dabei individuelle Ausdrucksformen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.“

Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit zwei von vier Workshop-Angeboten zu nutzen. So gab Pastorin Franziska Stoellger einen Überblick über mögliche Notfälle und den Umgang damit. Wie auch in anderen Workshops wurde klar, „dass Trauer immer individuell bleibt und es kein überstülpendes Muster gibt, wenn die Fähigkeit zu trauern entwickelt wird und der eigene Umgang gesucht werden muss“, so Renate Bernd, Schulseelsorgerin der Fritz-Reuter-Schule (KGS) Bad Bevensen.

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