Altes Rathaus in Uelzen: Weihnachtsmarkt hat Vorrang / Heute Vertragsabschluss

Umbau beginnt erst 2012

Weitere Verzögerung: Während die Erdarbeiten im Arkadengang bereits auf Hochtouren laufen, liegt der Umbau des Alten Rathauses noch immer auf Eis. Im Januar 2012 soll die Sanierung dann aber beginnen, kündigt die Stadt Uelzen an. Fotos: Ph. Schulze/Schossadowski

Uelzen. Auf diesen Tag haben das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg, die Lebenshilfe und die Kreisvolkshochschule (KVHS) lange gewartet: Heute unterzeichnen die drei Partner den Mietvertrag für die künftige Nutzung des Alten Rathauses an der Veerßer Straße in Uelzen.

Der Mietbeginn ist ab dem 1. Juli 2012 vorgesehen, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger.

Wie berichtet, soll das denkmalgeschützte Gebäude aus dem Mittelalter zum neuen Domizil der KVHS umgestaltet werden. Zudem wird die Uelzener Lebenshilfe dort ein Café samt Kaffeerösterei einrichten. Bis dahin muss das Alte Rathaus noch umfassend umgebaut werden. Doch die Arbeiten werden sich noch einmal um mehrere Wochen verzögern, kündigt Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull jetzt gegenüber der AZ an.

Eigentlich sollte die Sanierung des maroden Gebäudes in diesen Tagen starten. „Wir werden aber nicht mehr vor dem Auftakt des Weihnachtsmarktes damit beginnen“, erklärt Scheele-Krogull. Es mache keinen Sinn, für kurze Zeit im Alten Rathaus zu arbeiten, nur um den Umbau für die Dauer des Uelzener Weihnachtszaubers und des allabendlichen Adventskalenders wieder zu unterbrechen. Daher liegen die Arbeiten bis Ende des Jahres auf Eis.

Anfang Januar 2012 werde es dann aber „mit Volldampf“ losgehen, versichert Scheele-Krogull. Unterdessen haben die Erdarbeiten außerhalb des Gebäudes – in dem an die Fußgängerzone angrenzenden Arkadengang – bereits begonnen.

Der ursprünglich vorgesehene Einzugstermin werde eingehalten, bekräftigt der Baudezernent. „Im Sommer werden wir mit dem Umbau fertig sein.“ Die vorbereitenden Arbeiten der Stadt seien weitgehend abgeschlossen. „Die Ausschreibungen sind raus, im Dezember werden die Aufträge vergeben“, sagt Scheele-Krogull.

Trotzdem verzögert sich der Umbau nun zum wiederholten Mal. Wie berichtet, hatten Fachingenieure, Denkmalpfleger, Planer und Statiker bei der Untersuchung des Gebäudes im Sommer erhebliche Mängel in der Bausubstanz entdeckt, mit denen die Stadtverwaltung vorher nicht gerechnet hatte. Deshalb werden sich der Sanierungsaufwand und die Kosten deutlich erhöhen: Statt der einst kalkulierten 1,85 Millionen Euro rechnet die Stadt nun mit Ausgaben von rund 2,5 Millionen Euro. 75 Prozent dieser Summe sollen jedoch mit Ziel-1-Fördermitteln der EU finanziert werden.

Von Bernd Schossadowski

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