Wohngebäude an Mühlenstraße werden ab Ende Oktober bezogen / Pläne für „Erstes Hansehaus“

Uelzens Stadtgebiet mit neuem Gesicht

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Früher und heute: Auf dem Gelände zwischen Mühlenstraße und Schuhstraße war bis 2013 der Tep&Tap-Markt zu finden. Inzwischen sind dort nach dem Abriss an der Mühlenstraße Wohnhäuser vom Bauunternehmen Horst Saevecke und der Uelzener Wohnungsbaugenossenschaft entstanden.

Uelzen. Der Innenausbau steht vor dem Abschluss: Aus dem Schornstein des an der Ecke Mühlenstraße/Kleine Mühlenstraße in den vergangenen Monaten hochgezogenen Wohngebäudes steigt bereits Rauch auf. Errichtet wurde es vom Bauunternehmen Horst Saevecke in Uelzen.

Heiko Schulz vom Bauunternehmen informiert auf AZ-Anfrage: „Ab Ende Oktober wird das Haus bezogen.“

An der Schuhstraße soll das „Erste Hansehaus“ mit 16 Wohnungen und zwei Penthäusern entstehen.

Das Eckgebäude mit acht Wohnungen ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Baustein in einem sich wandelnden Innenstadtgebiet. Auf der Fläche, auf der es errichtet wurde, war bis 2013 der Flachbau eines früheren Tep&Tap-Marktes für Teppiche und Tapeten zu finden. Der Investor des Marktcenters, die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft aus Hamburg, verpflichtete sich im Zuge seines Engagements in Uelzen, das Gebäude abzutragen und die Fläche neu zu beplanen. Für Letzteres suchte sich die HBB Käufer für Teilflächen. Das Eckgrundstück Mühlenstraße/Kleine Mühlenstraße erwarb Horst Saevecke für seinen Wohnturm mit sechs Stockwerken und acht Wohnungen. Auf dem angrenzenden Grundstück an der Mühlenstraße wurde die Uelzener Wohnungsbaugesellschaft aktiv. Dort entstand ein Mietshaus mit 15 Wohnungen. Es werde ab Ende des Jahres zu beziehen sein, erklärt Heiko Schulz. Der Uelzener Betrieb von Horst Saevecke ist ausführendes Bauunternehmen auch bei diesem Projekt. Die Außen- und Nebenanlagen der Gebäude sollen in den kommenden 14 Tagen hergestellt werden, wie Schulz sagt.

Der schmale Bau an der Schuhstraße bekam eine Holzoptik.

Bei den beiden Bauten wird es auf dem früheren Tep&Tap-Gelände nicht bleiben. An der Schuhstraße soll in einer durch den Abriss entstandenen Baulücke Uelzens „Erstes Hansehaus“ in die Höhe gezogen werden, wie Alexander Thieme berichtet. Er ist Geschäftsführer der EDU-Projekt-Gesellschaft, die die Fläche erwarb. Laut einem Plakat ist ein Haus mit 16 Eigentumswohnungen und zwei Penthäusern geplant. Der Baubeginn ist nach den Worten von Alexander Thieme an den Verkauf der Wohnungen geknüpft. Wenn eine „bestimmte Stückzahl“ an Wohnungen verkauft worden sei, falle der Startschuss für die Bauarbeiten. An das Hansehaus unmittelbar angrenzen wird das schmale Haus, in dem das Reisebüro Bodenstedt zu finden ist. Der Eigentümer des Hauses, Martin Bodenstedt, sanierte es in den vergangenen Monaten, verlieh ihm auf der zur Mühlenstraße gelegenen Seite eine Holzoptik. Diese Seite war vom Tep&Tap-Markt umbaut. Und erst mit dem Abriss zeigte sich ein Detail: Bis in die 1970 Jahre war das Fahrradgeschäft Henkel im Gebäude zu finden; das ursprüngliche Schild des Ladens blieb bei der Sanierung erhalten.

Auch in der Umgebung der Schuh- und Mühlenstraße stehen Investoren in den Startlöchern. Die Baulücke des früheren Café Harder soll von einem Niederländer geschlossen werden. Auf dem Gelände des früheren Katasteramtes an der Ecke Gudesstraße/Mauerstraße will die Volksbank Uelzen-Salzwedel als Eigentümerin für zwei Millionen Euro ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus errichten. Der Bauantrag sei genehmigt, informiert Hans-Joachim Lohskamp, Vorstand der Volksbank Uelzen-Salzwedel. Zuletzt fanden auf dem Areal archäologische Grabungen statt. Das Gutachten dazu liege noch nicht vor, so Lohskamp. Der nächste Schritt seien Gründungsarbeiten, um dem Gebäude Standsicherheit zu geben.

Von Norman Reuter

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