Schuhbeck statt Tante Susanne

Uelzens Ratsfrau Stefanie Maus Kandidatin bei der „Küchenschlacht“ mit

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Gruppenbild mit Starkoch: „Küchenschlacht“-Moderator Alfons Schuhbeck mit Stefanie Maus (rechts) und ihren Konkurrentinnen. Nicht nur in Sachen Kochen gab es zwischen Uelzens Ratsfrau und Alfons Schuhbeck eine Verbindung.

Uelzen. Eine eigene Visagistin, mehrfaches Umstyling, und Smalltalk mit den bekannten Starköchen Alfons Schuhbeck, Mario Kotaska und Ali Güngörmüs – Stefanie Maus aus Uelzen hat jüngst in Hamburger Fernsehstudios als Kandidatin bei der ZDF-Sendung „Küchenschlacht“ unter ganz besonderen Bedingungen gekocht.

Unter anderem mit einer Kamera 30 Zentimeter vor der Nase.

„Im Studio sind überall Kameras“ berichtet Maus gestern gegenüber der AZ, „aber sobald man anfängt zu kochen, nimmt man die genau so wenig wahr wie das Publikum.“ Dafür sorgte die Herausforderung, in 35 Minuten ein oder zwei Gänge zu kochen.

Zucchini-Chips, Tandori-Hähnchen-Spieß, Birnen-Fenchel-Möhrengemüse, Erdbeer-Aprikosen-Tartar und Parmesan-Mus – die Speisen, die Maus vor den laufenden Kameras zubereitete, klingen alles andere als gewöhnlich. „Lecker“, sagt sie einfach dazu. Und: „Kochen ist meine Leidenschaft.“

Statt mit Alfons Schuhbeck kocht die 36-Jährige sonst häufig mit ihrer Tante Susanne Petersen. Und für Freunde und Familie statt Juroren. „Zu Geburtstagen werde ich mittlerweile gebeten, anstelle von Geschenken etwas zu essen mitzubringen“, berichtet Maus, die sich einerseits gerne von Kochbüchern inspirieren lässt, andererseits auch gerne „frei Schnauze“ kocht.

Allerdings bleibe zwischen Familie, Arbeit und Hobby im Alltag oft wenig Zeit dafür. Maus ist Ehefrau, Mutter eines dreijährigen Sohnes, Landkreis-Mitarbeiterin und Distanz-Reiterin. Ein Hobby, bei dem sie in der Marathon-Distanz in über zehn Stunden bis zu 160 Kilometer zu Pferde zurücklegt.

Mit ihrer sportlichen Seite hatte die CDU-Ratsfrau gleich eine Verbindung zu Moderator Alfons Schuhbeck. Der unter anderem seit 30 Jahren Koch der Fußballer des FC Bayern München ist. „Ich habe viel zu der Bedeutung von Ernährung für den Leistungssport gehört“, berichtet Maus. Sie sagt auch, dass der Koch durchblicken ließ, mit seiner Kochkunst einen nicht unwesentlichen Teil zu den Erfolgen des Rekordmeisters beigetragen zu haben.

Ansonsten habe sie „total viel“ von dem Profi gelernt, berichtet die Hobby-Köchin. Während und zwischen den Aufzeichnungen Ende Mai habe sie immer wieder Tipps bekommen, woran sie denken solle. „Man spürt sofort, dass für ihn kochen mehr als ein Beruf ist – sein Leben“, sagt Maus über Schuhbeck.

Neben dem angenehmen Austausch mit dem Moderator schwärmt Maus aber auch von der freundlichen Atmosphäre im Studio allgemein, also auch mit den anderen Kandidaten und mit den Köchen, die als Juroren dazu kamen. Mario Kotaska beispielsweise habe ihr zwischendurch gewünscht, die Show „zu rocken“.

Ob ihr das dabei geholfen hat, die „Küchenschlacht“-Woche zu gewinnen und sich so für die „Woche der Champions“ zu qualifizieren, kann man bei der Ausstrahlung dreier Sendungen ab Montag im ZDF sehen. Los geht es um 14 Uhr.

Von Steffen Kahl

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