DJ-Session „VomFeinstn“ Vol. 11 / Über 300 junge Leute feiern

Uelzens Party-Perle

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Club-Atmosphäre im Fachwerkhaus: Über 300 Gäste (links im Bild Denise, mit Lea und Freunden) sorgen am Wochenende für eine volle Tanzfläche bei der elften DJ-Session „VomFeinstn“.

sk Uelzen. Sonntagmorgen, 1 Uhr. Im „Mephisto“ in der Achterstraße wummern die Bässe. 300 junge Leute tanzen und feiern zu Musik jenseits des Mainstreams: Elektro, Deep- und Tech-House. Ausgelassene Stimmung, man kann kaum einen Fuß vor den anderen setzen.

„Das Highlight“ im Programm ist die DJ-Session, die seit rund drei Jahren alle drei Monate stattfindet, für Klaus Müller. Zusammen mit seiner Frau Moni betreibt er das Mephisto. Anfangs, sagt er, mochte er die Musik nicht. „Jetzt finde ich, dass sie bestens zum Tanzen geeignet ist“, berichtet der 55-Jährige.

Bei Lea, 23, Studentin aus Uelzen, hört sich das so an: „Ich bin immer hier, wenn DJ-Session ist – sonst ist in Uelzen ja nicht so viel los.“ Ihre Freundin Denise ergänzt: „Es ist einfach mal andere Musik, Live-DJs hat man sonst nicht Uelzen.“ Die Party sei eine Gelegenheit, Freunde wiederzusehen, die Uelzen eigentlich schon verlassen haben. Die nähmen die DJ-Sessions regelmäßig zum Anlass, ihre Heimatstadt mal wieder zu besuchen, ergänzt die 20-Jährige.

Entwickelt hat sich die Party nach und nach. Der heute 22-jährige David Falke (DJ „Sherlock Dope“) war der erste, der das „Mephisto“ für eine Nacht in einen Club mit Großstadt-Flair verwandelte. Falke legt auch heute noch mit auf und zählt zum Team um Orhan Gümecler – der 29-jährige Elektriker ist mittlerweile der Strippenzieher der Veranstaltungen. Gümecler freut sich bei der elften Auflage von „VomFeinstn“ besonders darüber, dass es immer wieder gelänge, neben etablierten DJs wie dem Celler „Wellenklang“ auch dem Nachwuchs eine Chance zu geben. An diesem Wochenende ist es der 19-jährige Till Preuß. Der Schüler vom Herzog-Ernst-Gymnasium legte erstmals als „Der Preuße“ auf. Gümecler: „Die Leute waren begeistert.“

Uelzens Party-Perle, man kann es nicht anders sagen, wird übrigens expandieren. Gümecler, der auch Chef-Elektriker des Hamburger Dockville-Festivals ist, berichtet von geplanten Partys in Lüneburg und Hamburg. An diesem Zeitpunkt ist es 3 Uhr. Ein wenig hat sich das „Mephisto“ geleert. Getanzt und gefeiert wird aber noch lange.

Von Steffen Kahl

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