Uelzens Christbaum vor Verwandlung: Künstler schnitzt für guten Zweck

Grobe Technik, feine Kunst

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Die Stämme der mächtigen Weihnachtsbäume. Einst standen sie vor Uelzens Altem Rathaus. Am Sonntag, 7. April, wird Kettensägen-Künstler Andree Löbnitz beim Frühlingsmarkt einen davon mit seinem Werkzeug in ein Kunstwerk verwandeln. Der Verkaufserlös dient dem guten Zweck.

Uelzen/Hösseringen. Es ist schon fast eine gute Tradition, dass Kettensägen-Künstler Andree Löbnitz aus Hösseringen Stämme der einstigen, mächtigen Weihnachtsbäume vor Uelzens Altem Rathaus nach dem Weihnachtsfest in echte Hingucker verwandelt. Nur mit Hilfe seiner Motorsägen entstehen Kunstwerke.

Auch am Sonntag, 7. April, greift er beim Uelzener Frühlingsmarkt erneut zum Seilzugstarter und lässt die Zähne seiner Sägen ins Holz sinken. Wie bereits in den Vorjahren wird die fertige Skulptur für einen guten Zweck veräußert. In diesem Jahr entscheidet die AZ, wer den Erlös erhält.

Noch befinden sich die Holz-Rohlinge auf dem Hösseringer Grundstück von Kettensägen-Künstler Löbnitz. Vor dem Alten Rathaus hätten sie aufgrund der Sanierungs- und Umbauarbeiten des historischen Gebäudes keinen Platz gehabt.

Beim Frühlingsmarkt können Interessierte dem Entstehen der Holzskulptur auf dem Herzogenplatz beiwohnen. Dort ist Löbnitz in Aktion zu sehen. Entstehen wird, soviel verrät er bereits, „ein Frühlingsbote“.

Die Kunst, nur mit Hilfe von PS-starken Motorsägen, Skulpturen mit teils filigranen Ecken und Kanten zu erzeugen, nennt sich Carving. Fürs Carving reicht nicht nur ein gutes Händchen beim Holzsägen. „Man braucht räumliche Vorstellungskraft“, weiß der Kettensägen-Künstler. Alle seine Skulpturen, vorwiegend sind es Tierfiguren wie Eulen, Adler und Pferde, hat er zuvor auf Papier gezeichnet. Ganz ohne Risiko ist die Arbeit nicht: „Einmal versägt und man kann von neuem beginnen“, weiß der Künstler.

Das eigentliche Carven, also Bearbeiten der Holzstämme mit der Motorsäge, ist „richtig angestellt eigentlich gar nicht so schwer“, meint Löbnitz. „Das Eigengewicht der Sägen verrichtet die meiste Arbeit.“

Von Michael Koch

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