Finanzamt hat mit 213,41 Millionen Euro die Gesamteinnahmen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert

Uelzener zahlen mehr Steuern

Die letzten Steuererklärungen für das Jahr 2011 sind noch nicht gemacht: Das Finanzamt Uelzen ist bereits zufrieden mit den Zahlen. Das Steueraufkommen hat sich erhöht, im Land Niedersachsen hingegen ist es leicht gesunken. Foto: dpa

Uelzen. Die Uelzener zahlen mehr Lohnsteuern und tragen damit erheblich zu den erhöhten Steuereinnahmen des Finanzamts Uelzen bei. Rund 2,8 Millionen Euro wurden 2011 an Steuern mehr eingezahlt als im Jahr zuvor.

Nach Angaben von Angelika Junghans-Borm, Leiterin des Finanzamtes, ist das Lohnsteuer-Aufkommen hauptsächlich gestiegen, da sich die Arbeitslosenzahl verringert habe. Demnach scheint die Finanzkrise auch im Landkreis Uelzen überwunden zu sein – und von nun an ist wieder ein Aufschwung spürbar.

Im vergangenen Jahr erhöhte sich das gesamte Steueraufkommen beim Finanzamt Uelzen und steht damit dem niedersächsischen Trend entgegen. Mit einer Summe von 213,41 Millionen Euro lag es 2,79 Prozent über dem Gesamtbetrag des Jahres 2010, als insgesamt 207,61 Millionen Euro Steuern gezahlt wurden. Im Land Niedersachsen gingen die Steuereinnahmen unterdessen geringfügig um 0,18 Prozent zurück. • Die Körperschaftssteuer führte zu 3,24 Millionen Euro mehr Einnahmen als im Jahr 2010: 11,06 Millionen Euro verzeichnet das Amt für 2011. Das deutet „auf erhebliche Gewinnsteigerungen in Teilen der gewerblichen Wirtschaft hin“, so Junghans-Borm. „Hinzukommt, dass vermehrt Unternehmen die Rechtsform der GmbH wählen und deshalb die Fallzahlen der Betriebe steigen, die der Körperschaftssteuer unterliegen.“ • Die Lohnsteuer macht eine große Veränderung aus: 73,86 Millionen Euro beträgt dieser Bereich für 2011, im Jahr 2010 waren es 71,07 Millionen Euro. Auch das Jahr 2009 wurde leicht überholt, damals waren es 73,56 Millionen Euro. • Die Einkommensteuer ist indes im vergangenen Jahr beim Uelzener Finanzamt leicht gesunken (2011: 26,58 Mio. Euro, 2010: 27,32 Mio. Euro). • Bei der Grunderwerbssteuer sind ebenfalls deutlich erhöhte Einnahmen zu verzeichnen: 1,8 Millionen Euro wurde in diesem Bereich zugelegt, und somit sind es insgesamt 4,43 Millionen Euro. „Für die Mehreinnahmen sind ursächlich die Erhöhung des Steuersatzes zum 1. Januar 2011 von 3,5 auf 4,5 Prozent sowie mehrere betragsmäßig bedeutsame Veräußerungsfälle“, resümiert Junghans-Borm. • Kaum Veränderungen gibt es beim Solidaritätszuschlag (2011: 5,85 Mio. Euro, 2010: 5,83 Mio. Euro) und bei der Umsatzsteuer (2011: 72,39 Mio., 2010: 72,49 Mio. Euro). • Bei der gesunkenen Abgeltungssteuer machen sich die weiter gesunkenen Zinssätze für Geldanlagen bemerkbar (2011: 3,4 Mio. Euro, 2010: 4,09 Mio. Euro).

• Einen kleinen Betrag, der sich jedoch verdoppelt hat, macht die Vermögensteuer aus (2011: 2432 Euro, 2010: 1200 Euro, 2009: 6945 Euro).

Von Diane Baatani

Kommentare