Melder verhindern Brände

Uelzener Wehr will Statistik für Fehlalarme in Privatwohnungen einführen

+
Kleine Rauchmelder in Wohnungen sorgen in Niedersachsen für mehr Fehlalarme. In Uelzen ist das Phänomen derzeit noch überschaubar.

Uelzen. Die Rauchmelder in Privatwohnungen sorgen für deutlich mehr Fehlalarme in Niedersachsen, teilte das niedersächsische Innenministerium Anfang der Woche mit. Die Melder schlügen an, ohne dass es brenne, die Bewohner alarmierten dennoch die Retter.

Dieses Phänomen halte sich in Uelzen noch in Grenzen, sagt Stadtbrandmeister Axel Ziegeler. „Es gibt seitens der Leitstelle aber noch keine Statistik“, so der Stadtbrandmeister.

Diese solle aber eingeführt werden, um unterscheiden zu können, ob eine große Brandmeldeanlage eines Betriebes beziehungsweise Altenheimes oder ein kleiner Rauchmelder in einer Privatwohnung schuld an einem Fehlalarm sei. Durch ausgelöste Brandmeldeanlagen in gewerblichen Einrichtungen rücke die Uelzener Wehr 70 bis 80 Mal im Jahr aus, um vor Ort festzustellen: Es gibt kein Feuer.

Ziegelers Nachfrage bei Reiner Seidel, Ortsbrandmeister der Schwerpunktwehr Uelzen, habe ergeben, dass man in diesem Jahr bislang fünfmal wegen Rauchmeldern ausrücken musste. „Da hat es zwar nicht gebrannt, aber die Melder haben möglicherweise einen Brand verhindert“, so Ziegeler. Meist sei es Essen auf dem Herd gewesen, das vergessen wurde und den Melder auslöste. „Das ist kein Fehlalarm. Der Rauchmelder hat ja seine Funktion korrekt erfüllt“, erklärt Ziegeler. Der Brandexperte weist darauf hin, wie wichtig die kleine und erschwingliche Technik an der Zimmerdecke ist. „Die Dinger sind nicht dazu da, dass man Feuer rechtzeitig löscht, sondern dass sich die Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen können.“ Ziegeler beklagt, dass in vielen Wohnungen weiterhin Rauchmelder fehlten.

Von Jens Schopp

Kommentare