„Marquess“ fordern ihr Publikum im Volkswagen Zentrum Uelzen heraus / „Klaus & Klaus“ vor dem Autohaus

Uelzener „temperamento“ und „histeria“

„Vamos“: Sascha Pierro und seine Kollegen von „Marquess“ gaben alles, um den Regen-Platz in eine spanische Fiesta zu verwandeln. Fotos: Ph. Schulze

Uelzen. Es hat zögerlich angefangen, aber dann wurde selbst nach dem Einsetzen des Regens die Stimmung immer besser – und nach der Zugabe strömten zahlreiche Zuschauer noch zum Hinterausgang der Bühne, um „Marquess“-Frontsänger Sascha Pierro um ein Autogramm und ein gemeinsames Foto zu bitten.

Erst zögerlich, dann zeigte sich das Publikum von „Marquess“ immer begeisterter.

Die siebenköpfige Band hat es geschafft, beim kostenlosen Konzert im Volkswagen Zentrum Uelzen dem Publikum trotz Kälte und zwischenzeitlichen Regens „El Temperamento“ – das Temperament – zu entlocken: „Uelzen steht ja für Temperament“, feixte Sascha Pierro.

Den gleichnamigen Song, mit dem sie 2006 zum ersten Mal gemeinsam in die Charts einstiegen, spielten sie ebenso wie „La histeria“ und „La vida es limonada“. „Wenn beim Singen Dampf aufsteigt, dann weiß man, dass Winter ist“, sagte Sascha Pierro. Um so mehr forderte er das Publikum zum Tanzen, Klatschen und Mitsingen auf: „Vamos!“. „Spürt ihr den Sommer“, versuchte er die Vorstellungskraft der Zuschauer zu wecken, sprach von Badehose und Flip-Flops und zog zugleich den Reißverschluss seiner Jacke höher, als er und seine Bandkollegen den Song „Verano“ (Sommer) vom neuesten Album „Bienvenido“ anstimmten.

Fotos zur Feier

Riesen-Party im VW-Zentrum Uelzen

Als Sascha Pierro zum Akkordeon griff und die Gruppe „Dove ti porta“ spielte, begann mit den letzten Takten der Nieselregen. Die Zuschauermenge reduzierte sich auf diejenigen, die wegen „Marquess“ blieben und umso mehr mit der Band bei weiteren Songs wie „Volare“ nach Frank Sinatra und „Ai Se Eu Te Pego (Nossa Nossa)“ feiern wollten. Und sie wurden für ihr Bleiben belohnt, unter anderem mit dem bekannten Song „Vayamos compañeros“.

Stehen seit Jahrzehnten auf der Bühne: „Klaus & Klaus“ brachten ihre altbekannten Schlager mit vollem Einsatz.

Für gute Laune hatten auch schon am Nachmittag „Klaus & Klaus“ gesorgt. Die beiden schmetterten „An der Nordseeküste“ und „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ über das Gelände. Gut gelaunt sangen sie „Ich brauch nicht Vater, Mutter, Bruder, ich will ein schneeweißes Luder. Die ist schöner, blonder, fester, denn sie ist ‘ne Krankenschwester“ und brachten mit dem ebenso launigen Lied „Sau geschlacht“ das Publikum zum leichten Mitschunkeln.

Weitere Fotos

Party im VW-Zentrum Uelzen

Das jüngere Publikum verdarb sich die Zeit mit Karussellfahren und beim Minigolf-Spiel. Der Nachwuchs übte sich darin, beim Parcours mit wenig Schlägen zu treffen.

Von Diane Baatani

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