Uelzener Stadtwerke wollen Verkaufsversuch als widerrechtlich feststellen lassen

Fall SBE landet vor Gericht

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Das Landwirtschaftsprojekt in der Ukraine wird jetzt auch das Landgericht Heilbronn beschäftigen.

Uelzen. Der Versuch der Stadtwerke Schwäbisch Hall, die Sustainable Bio Energy (SBE) Holding, in der sie gemeinsam mit den Stadtwerken Uelzen ein Landwirtschaftsprojekt in der Ukraine betreiben, zu verkaufen, hat jetzt ein gerichtliches Nachspiel:

Am 4. Dezember werde man in einem Hauptsacheverfahren feststellen lassen, „dass dieser Verkaufsprozess verboten ist und war“, sagt Uelzens Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Schümann gestern im AZ-Gespräch. Wie berichtet, hatten die Uelzener im Oktober den Verkauf der SBE per einstweiliger Verfügung gestoppt.

Damals wie heute sehen sie nämlich ihre Gesellschafterrechte nicht gewahrt. Während die Stadtwerke Schwäbisch Hall 75 Prozent der SBE-Anteile halten, sind die Uelzener mit 25 Prozent beteiligt. Schümann sieht mit den Verkaufsbestrebungen der Haller vom Oktober die Stadtwerke Uelzen gar „als Minderheitsgesellschafter überfahren“. Auch das wolle man nun vom Landgericht Heilbronn feststellen lassen.

Vor dem Hintergrund dieser Auseinandersetzungen hätten die Stadtwerke Uelzen sämtliche Gesellschaftervereinbarungen und Darlehensvereinbarungen mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall fristlos gekündigt, sagt Markus Schümann, und darüber hinaus noch fällige Forderungen angemahnt. „Sehr sachlich und vernünftig“ wolle man jetzt gemeinsam mit den Kollegen in Baden-Württemberg zu einer Idee gelangen, wie die Zukunft der SBE aussehen könne.

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