Das „ALPHA Projekt“ sucht Interessenten für gemeinsames Wohnen im Alter / Vortrag am 27. September

Uelzener Senioren planen eine WG

Rechtzeitig in die Zukunft blicken: Für Uelzen plant eine private Gruppe ein gemeinsames Wohnprojekt. Foto: dpa

Uelzen. In Hannover, Celle und bald auch in Lüneburg gibt es Wohngemeinschaften für Senioren. In Uelzen entsteht eine erste Gruppe, die privat ein Projekt fürs Alter aufbauen möchte.

Eine Immobilie, in der sie gemeinsam leben, jedoch ihren eigenen Wohnbereich haben und jederzeit die Möglichkeit besteht sich zu treffen, gemeinsam etwas zu unternehmen oder auch im Notfall für die Mitbewohner da zu sein.

Irene und Philipp Friedrich, Christiane Gentner und Karin Müller-Lindloff gehören zum derzeit siebenköpfigen Team des „ALPHA Wohnprojekts Uelzen“. Sie stehen in Kontakt mit der Bauabteilung der Stadt, dem Seniorenservicebüro und sind Mitglied im Forum Gemeinschaftliches Wohnen.

Beim gut besuchten Vortrag des Niedersachsenbüros „Neues Wohnen im Alter“ vor zwei Wochen in Uelzen hat sich die Gruppe kurz vorgestellt. Am Dienstag, 27. September, von 18 bis 19.30 Uhr wird es eine weitere Veranstaltung zu dem Thema geben. Dr. Andrea Töllner vom Niedersachsenbüro referiert im Rathaus über „Gemeinschaftlich und selbstbestimmt Wohnen zur Miete“. Auch bei diesem Anlass können sich Interessenten auf einer Liste von ALPHA eintragen. Für die Eingetragenen gibt es im Oktober eine dritte Veranstaltung, bei der es ums Uelzener Wohnprojekt geht.

Seit anderthalb Jahren suchen Friedrich & Co. Mitstreiter, mit denen sie das Alter planen können. „Wir haben eine relativ hohe Fluktuation“, berichtet Philipp Friedrich, denn in den vergangenen Monaten haben einige Interessenten die Gruppe aus persönlichen Gründen wieder verlassen, wegen Krankheiten und Trennungen haben sich ihre Lebensplanungen verändert. Das Team sucht noch viele weitere Mitglieder, die sich ein gemeinsames Wohnprojekt vorstellen können: Frauen und Männer, verheiratet und ledig, mit und ohne Familie, jung und alt. Wenn sie einen festen Stab von 15 Personen finden, sind sie zufrieden, sagen Friedrich und Müller-Lindloff. Sie wissen von Projekten in anderen Städten, dass sie mindestens 35 bis 40 Personen finden müssen, damit anschließend tatsächlich 15 Bewohner dabei bleiben.

Etwa alle drei Wochen treffen sie sich, lernen sich besser kennen und arbeiten an einer schriftlichen Dokumentation, die alle Entscheidungen für ein gemeinsames Wohnprojekt festhält. Wichtig ist ihnen etwa, dass sich niemand „verbiegen muss“ und sie keinen Zeitdruck haben. Nach dem Termin im Oktober will das ALPHA-Team einen Mediator engagieren. Der nächste Schritt ist dann die Gründung eines Vereins und später voraussichtlich auch einer Genossenschaft.

Wer Näheres über das „ALPHA Wohnprojekt“ erfahren möchte, erreicht Friedrich unter Telefon (05 81) 3 89 49 89.

Von Diane Baatani

Kommentare