Winterschlussverkauf: Händler unterschiedlicher Meinung

Uelzener auf Schnäppchenjagd

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Seit Wochen purzeln die Preise, doch Uelzener Händler nehmen unterschiedliche Kauflust bei der Kundschaft wahr.

Uelzen. „Ein Stück weit hinter den Erwartungen“ bleibe der Winterschlussverkauf in diesen Tagen, bilanziert Uwe Schwenke, Vorsitzender des Uelzener Handelsvereins.

Und das, obwohl das winterliche Wetter den Geschäftsleuten in der Uhlenköperstadt eigentlich in die Karten spielen müsste, sagt er.

Schwenke, der auch Leiter des Modehauses Ramelow ist, kann sich die Gründe dafür nicht erklären. „Wir sind in den ersten Tagen unter der Zahl des Vorjahres gewesen – da ist man als Händler nicht zufrieden.“ Gleich zum Startschuss am Montag sei die Frequenz „erschreckend“ gewesen, vielleicht auch auf Grund der unsicheren Straßenverhältnisse. Von einem „uelzenspezifischen Problem“, könne man jedenfalls nicht sprechen, da ist sich Schwenke sicher. Ähnliches habe er schließlich bereits von Lüneburger Kollegen vernommen.

Ganz anders bewertet dagegen Monika Hennig von Ceka Uelzen die Situation. „Gut“, sogar „sehr gut“ laufe das Geschäft. „Es ist kalt, also werden Winterjacken – alles was mit Wärme zu tun hat – jetzt gut verkauft.“ Dass der späte Wintereinbruch die Kauffreude der Kunden doch nicht ganz unberührt lässt, vermutet auch Anke Meliß, Filialleiterin von Vestino. Bereits Anfang Januar habe man begonnen, stufenweise zu reduzieren, berichtet sie. „Also, wir sind soweit ganz zufrieden.“

Weniger glücklich ist da Martina Stegen, Inhaberin von „L’Uomo“ und „La Donna“ in Uelzen, mit dem Saisonschlussverkauf. „Zur Zeit fragt man sich: Wo sind die Kunden?“ 2013 um diese Zeit seien noch erkennbar mehr Uelzener unterwegs gewesen, um sich die Schnäppchen zu sichern. „Uelzen ist zur Zeit leerer als sonst.“ Daran habe auch der Wintereinbruch nicht viel geändert.

Ihre Hoffnung liegt nun auf dem Februar. Schließlich, so Stegen, sei der Januar ein Monat, in dem bei den meisten für gewöhnlich viele Rechnungen ins Haus flatterten.

Offiziell gibt es den Winterschlussverkauf schon seit einigen Jahren nicht mehr. Unternehmen können ihre Termine für Rabattaktionen selber festlegen. Bereits im November, spätestens im Dezember hätten Geschäfte mit starken Prozenten geworben, beobachtete Schwenke. Die nächste „Reduzierstufe“ sei nun mit dem Januar eingeläutet worden.

Der Winterschlussverkauf – orientiere man sich an den ursprünglichen Daten – habe am vergangenen Montag begonnen und ende am Sonnabend, 8. Februar. Erfahrungsgemäß, meint Handelsvereinsvorsitzender Schwenke, stiegen die Prozente in der kommenden Woche noch einmal. „Wir kriegen ja jetzt auch schon Frühlingsware, bemerkt er. „Das Zeug muss jetzt raus.“

Von Anna Petersen

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