Die Uelzener können mit entscheiden

Die neue Fußgängerzone auf der Veerßer Straße zwischen Altem Rathaus und Turmstraße wird in den nächsten zwölf Monaten zeigen, ob sie ihrem Namen gerecht wird und bleiben soll.Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Die Fußgängerzone bleibt für die nächsten zwölf Monate die verlassenste Zone in der Innenstadt: breit und leer und ausladend. Und nur von Radlern belebt, denn Geschäfte und Cafés – und mit ihnen die Passanten – nutzen weiterhin nur die Gehwege.

Die Fußgängerzone könnte sich aber auch als schönste Zeile in der Innenstadt entpuppen – wenn die Menschen, die jetzt am Zuge sind, ihre Chancen nutzen. Die Stadtverwaltung ist ihnen entgegengekommen mit dem Angebot, für eine Terrasse mitten auf der Straße keine zusätzlichen Gebühren zu verlangen. Kommentare von Geschäftsinhabern wie "Hier ist ja ohnehin nichts los, in der Lüneburger Straße sind die Geschäfte" sind keineswegs förderlich. Wer in dieser Saison nicht die Gelegenheit nutzt, die Menschen zu einem Glas Wasser oder einem Café an ihre Tische mitten auf der sonnigen Fußgängerzone einzuladen und seine Chancen zu testen, ist selber schuld an der Leere im Zentrum von Uelzens Innenstadt.Auch der Umzug des Wochenmarktes in die Marktstraßen hat zu Beginn viel Kritik geerntet. Von Einheimischen wie von Touristen wird nun die Atmosphäre gelobt. Die Wege zu den nächsten Parkplätzen stellen nun am Wochenende doch kein Problem mehr dar. Genauso sieht jetzt die Dauerlösung aus. Wenn man mal ehrlich ist: Die nächsten Parkplätze am Rathaus und in der Lüneburger Straße sind nur einen Katzensprung entfernt.Das Stadtfrühstück mitten auf der Veerßer Straße am Alten Rathaus während des Uelzener Kultursommers 2009 wird von allen Seiten hochgelobt. Warum sorgen nicht diejenigen, die nun die Handlungsfreiheit bekommen haben, dafür, dass ein kleiner Teil dieser Atmosphäre zum Alltag wird? Raus mit Tischen und Sonnenschirmen auf die Straße, wo Passanten gerne bleiben und Geld ausgeben mögen. Hier könnte sich auch der Citymanager profilieren.Und es hat sich gezeigt: Die Uelzener können mit entscheiden. Nachdem viele Radler die Stadt gebeten hatten, durchgängig durch die Fußgängerzone fahren zu dürfen, wurde das Radfahrverbot aufgehoben.

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