Mitglied der Douglas-Bande

Uelzener Ismail N. wird in den Kosovo abgeschoben

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Ismail N. (links) war zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Seit einem Jahr sitzt er in der Jugendanstalt Hameln seine Strafe ab, nun soll er abgeschoben werden.

Urlzrn/Hameln. Eine gefährliche Körperverletzung im Juli 2011 auf der Gudestorbrücke in Uelzen hat für den verurteilten Ismail N. von der sogenannten Uelzener Douglasbande weitreichende Folgen.

Das Amtsgericht Hameln hat beschlossen, dass der 22-jährige Uelzener ab dem 15. Mai in sein Heimatland Kosovo abgeschoben werden kann.

Bis zu einem Abschiebetermin leistet er weiterhin seine Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung in der Jugendanstalt Hameln ab.

Sollte Ismail N. innerhalb der nächsten zehn Jahre wieder nach Deutschland zurückkehren, muss er die restliche Haftstrafe ohne weitere gerichtliche Entscheidung verbüßen, erläutert Sabine Quak, Pressesprecherin des Amtsgerichts Hameln. Erst danach tritt eine Verjährung der Strafvollstreckung ein. Der Beschluss der Vollstreckungsleitung für die Jugendanstalt Hameln liegt seit gestern der Ausländerbehörde des Landkreises Uelzen vor. Diese entscheidet über den Abschiebetermin. Nach Angaben von Kreissprecher Martin Theine wurde noch kein Datum festgelegt.

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Ismail N. lebt seit seinem zweiten Lebensjahr im Bundesgebiet. Er hatte morgen vor einem Jahr wegen gefährlicher Körperverletzung eine dreijährige Jugendstrafe in der Jugendanstalt Hameln angetreten, nachdem ein Revisionsantrag abgewiesen worden war. Das Landgericht Lüneburg hatte den 22-Jährigen zu einer Jugendstrafe verurteilt, da er im Juli 2011 einen Uelzener nachts auf der Gudestorbrücke durch einen Flaschenwurf lebensgefährlich verletzt hatte. Im vergangenen Dezember erklärte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht im Eilverfahren eine Ausweisungsverfügung des Landkreises Uelzen in zweiter Instanz für rechtmäßig (AZ berichtete).

Unterdessen ist das Urteil des Landgerichts Lüneburg gegen Robert K., der an der Tat auf der Gudestorbrücke mit beteiligt gewesen sein soll, noch nicht rechtskräftig. Dieser hatte nach dem Verfahren in zweiter Instanz erneut Revision beantragt.

Von Diane Baatani

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