Die Erlösung in der 80. Minute: Deutschland zieht ins Viertelfinale ein

Uelzener feiern das 2:1

+
Nach der ersten Halbzeit war die Anspannung groß. Als Lars Bender das 2:1 gegen Dänemark erzielte, war die Erleichterung in der Uelzener Jabelmannhalle groß.

Uelzen. „Wie der Puls hochgeht – wie nervös ein Spiel werden kann. . . “ Das empfand nicht nur ARD-Reporter Tom Bartels gestern Abend so, nachdem die deutsche Nationalmannschaft das 2:1 gegen Dänemark erzielt hatte.

Auch unter den rund 700 Fußball-Fans bei der Public-Viewing-Veranstaltung in der Uelzener Jabelmannhalle führte der Treffer in der 80. Minute zu einer beinahe explosiven Erleichterung. Arme flogen in die Luft, Becher segelten durch den Saal, die zuvor angespannten Zuschauer zwischen schätzungsweise sechs und 60 Jahren lagen sich in den Armen und feierten Fußballer Lars Bender mit Siegesgesängen.

Fotostrecke aus der Jabelmannhalle

Wir sind im Viertelfinale!

In der ersten Halbzeit fieberte die Menschenmenge in der Jabelmannhalle in Sprechchören mit, lautstark begleitet von der Moderation Peter Hellströms. Jeder Elfmeter wurde von den Zuschauern angefeuert, vor allem das Führungstor von Lukas Podolski in der 18. Minute. Als Michael Krohn-Dehli mit seinem Kopfball-Tor konterte, war die Enttäuschung groß. Doch noch hofften etwa Yvonne Timmreck, Lysane Heine und Kathrin Ritzmann, die in der Halle die „Bomben-Stimmung“ genossen, auf ein 3:1, ebenso der 17-jährige Gast Florian Eckhoff. Er kritisierte jedoch die Abwehr und betonte, dass „die Deutschen nicht zielstrebig“ gewesen seien.

Nach der Pause ließ die Begeisterung auf sich warten, es war angespannt in der Halle. Als Sami Khadira eine Torchance verprellte, indem er dem Gegner den Ball in die Hände spielte, hielt es mancher nicht mehr aus und verließ erbost den Saal. Mit der ersten richtigen Torchance in der 66. Minute war die positive Stimmung wieder fast zurück, jeder neu eingewechselte Spieler wurde bejubelt, bevor Lars Bender das Endergebnis 2:1 besiegelte. „Es geht besser“, lautete am Ende das Fazit von Sven Hinrichs und Jan Reinecke, die das Spiel mit Spannung verfolgt hatten. Dass die deutsche Mannschaft es nun bis ins Finale schafft, steht für die beiden aber fest. „Und dann ist nur noch Spanien im Weg“, sind die 24-Jährigen überzeugt. Nach dem Spiel feierten viele der Anwesenden den Einzug ins Viertelfinale mit einem Autokorso oder auch zu Fuß in der Uelzener Innenstadt. Eine Fotogalerie finden Sie im Internet unter az-online.de.

Unterdessen gewann Portugal gestern Abend das EM-Spiel gegen die Niederlande mit 2:1.

Von Diane Baatani

Kommentare