Änderung des Landesraumordnungsprogramms: Kritiker befürchten Schäden für den Einzelhandel

Uelzen schrumpft um 13 Prozent

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Die Folgen könnten die Uelzener künftig spüren: Nach Plänen des Landes zeigt die blaue Linie die Fläche, die künftig zur Ansiedlung von Gewerbe berücksicht werden soll. Bienenbüttel, Bodenteich und Wriedel zählen dann nicht mehr zum Uelzener Einzugsbereich.

Uelzen. Uelzen schrumpft – mehr als 12  000 Einwohner und somit knapp 13 Prozent seines bisherigen Einzugsbereichs soll Uelzen abgeben. Zumindest wenn es nach einem Entwurf geht, den das Land Niedersachsen zum Landesraumordnungsprogramm erarbeitet hat.

Demnach wird Bienenbüttel aufgrund der kürzeren Distanz zum sogenannten Mittelzentrum Lüneburg statt zum Mittelzentrum Uelzen gezählt, Wriedel zu Munster und Bad Bodenteich zu Wittingen.

Das kann unter anderem die Ansiedlung neuer Geschäfte oder auch die Erweiterung bestehender Firmen in Uelzen beeinträchtigen, wenn zur Genehmigung nicht die Landkreisfläche, sondern die Fläche aus dem Landesraumordnungsprogramm berücksichtigt werden muss. „Damit kann Wittingen größere Einkaufsmöglichkeiten als Uelzen schaffen“, kritisiert CDU-Ratsherr Hans-Jürgen Heuer, der sich im Planungsausschuss des Städte- und Gemeindebundes dafür ausgesprochen hat, dazu Stellung zu nehmen. Auch die Stadt Uelzen bereitet eine Stellungnahme dazu vor, über die der Verwaltungsausschuss am 10. November berät. Die Frist für Stellungnahmen gilt bis zum 14. November.

Von Diane Baatani

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