Frühere Metronom-Sprecherin will Oberbürgermeisterin werden

Von Uelzen zu Pegida

+
Stand in Uelzen oft im Rampenlicht der Öffentlichkeit und ist jetzt in Dresden aktiv: Tatjana Festerling.

tm Uelzen. Bei der Uelzener Eisenbahngesellschaft Metronom schied sie in turbulenten Zeiten aus, jetzt ist Tatjana Festerling eine Größe bei der sächsischen Pegida-Bewegung.

Die frühere Leiterin der Metronom-Unternehmenskommunikation soll für die islamfeindliche Bewegung als Oberbürgermeister-Kandidatin am 7. Juni in Dresden antreten.

Mehr dazu:

Pegida stellt Kandidatin für OB-Wahl in Dresden

Die frühere Uelzenerin wird in Medienberichten als Vertreterin der so genannten Neuen Rechten bezeichnet. Sie hatte sich zunächst bei der AfD in Hamburg engagiert, diese aber im Streit verlassen. Ostermontag rief Pegida-Chef Lutz Bachmann bei einer Kundgebung in Dresden dazu auf, die nötigen 240 Unterschriften einzusammeln, damit Festerling als OB-Kandidatin antreten kann.

In Uelzen prägte Tatjana Festerling als Pressesprecherin des Metronom jahrelang die Außendarstellung des jungen Eisenbahnunternehmens. So setzte sie gegen den Widerstand des Hamburger Verkehrsverbundes ein generelles Alkohol-Konsumverbot in sämtlichen Metronom-Zügen durch. Außerdem wurde unter ihrer Regie die kostenlose Stammplatz-Reservierung für Pendler eingeführt – sie ist allerdings zwischenzeitlich wieder abgeschafft. Tatjana Festerling schied Ende 2010 aus dem Unternehmen aus, nachdem zuvor die beiden Geschäftsführer Henning Weize und Carsten Hein gehen mussten.

Von Thomas Mitzlaff

Mehr zum Thema

Kommentare