Wenig Teilnehmer beim ersten kreisweiten Fahrradsonntag in Uelzen

Uelzen nicht ganz „sattelfest“

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Zu der Radtourenfahrt des Vereins reisen die Teilnehmer teilweise auch von weiter her an.

Uelzen. „Da habe ich mir einfach mehr erhofft“: Cheforganisator Peter Gerlach, bei der Heideregion Uelzen verantwortlich für den Fahrradtourismus, ist die Enttäuschung deutlich anzumerken.

Auf rund 100 Sportler bringt es der Postsportverein Uelzen, hier in der Ortsdurchfahrt Suderburg.

Nur wenige Uelzener nehmen gestern das mit viel Aufwand organisierte Angebot des ersten Uelzener „Sattelfestes“ an. Viele verwaiste Stände der beteiligten Unternehmen und Verbände geben auf dem Herzogenplatz ein eher trauriges Bild ab.

Schwingen sich beim ersten Start zur Heidschnuckentour in die Ellerndorfer Heide immerhin rund 30 Aktive auf die Räder, machen sich bei der zweiten, vom Naturschutzbund Uelzen geführten Tour nur noch zehn interessierte Freizeitradler auf die 33 Kilometer lange Strecke in die Natur.

Start beim Sattelfest auf dem Uelzener Herzogenplatz: Nur 40 Teilnehmer erscheinen zu den beiden organisierten Rundtouren im Uelzener Kreisgebiet. Unternehmen und Verbände auf dem Platz bleiben weitgehend unter sich.

Dabei ist die Idee durchaus löblich: Uelzen bietet auf seinem 900 Kilometer langen Radwegenetz mit 36 beschilderten Thementouren beste Voraussetzungen für Fahrradaktivitäten und wurde daher Anfang des Jahres vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) als Radreiseregion zertifiziert. „Damit sind allerdings auch bestimmte Anforderungen verbunden, unter anderem die Erwartung, mindestens eine Fahrradveranstaltung von überregionaler Bedeutung anzubieten“, erklärt Peter Gerlach.

Peter Gerlach

„Somit lag auch der Gedanke nahe, mit dem Sattelfest mehrere Events zusammenzufassen, die es ohnehin schon gab, wie beispielsweise einen Fahrradaktionstag, die Radwandertouren der Fahrradclubs oder die Radtourenfahrten (RTF) der Vereine.

Getränke und Bananen: Am „Stoppomat“ in Suderburg gibt es Erfrischungen und die Möglichkeit zum Zehn-Kilometer- Zeitfahren.

Letztere, organisiert vom Postsportverein Uelzen, brachten dann auch mehr Aktive an den Start: Rund 100 Sportler nutzten die Möglichkeit, den Landkreis auf Strecken von der Familientour (36 Kilometer) bis hin zur Könnertour (164 Kilometer) zu entdecken. Darunter auch zahlreiche Vereinsfahrer, wie die siebenköpfige Truppe von „Stahlrad Laatzen“.

Wir haben einfach Spaß am Radfahren und sind fast jedes Wochenende irgendwo unterwegs“, so deren Sprecher Thomas Hebecker. „Unsere Szene ist untereinander stark vernetzt, so haben wir auch vom heutigen Sattelfest erfahren.“

Ob es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben wird, darauf mochte sich Peter Gerlach noch nicht festlegen: „Im Vorfeld wurde soviel Interesse bekundet, da war unsere Erwartungshaltung einfach eine andere, wir müssen das jetzt erst einmal in Ruhe analysieren.“

Von Oliver Huchthausen

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