Auszubildende des Schifffahrtsamtes entwickeln ein Gerät für Miriam-2-Sonde

Uelzen-Mission zum Mars

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Uelzen/Landkreis. Auszubildende des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen arbeiten an einem Projekt zur Erforschung der Mars-Atmosphäre mit.

Die angehenden Elektroniker und Mechatroniker der Uelzener Behörde haben auf dem Bauhof in Scharnebeck eine Schweißvorrichtung für die Ballonhülle der Sonde Miriam 2 entwickelt.

Mit Hilfe dieses Gerätes soll getestet werden, ob das Material des Überschallballons für die Sonde nicht nur geklebt, sondern auch geschweißt werden kann. 2014 wird es voraussichtlich eine Startmöglichkeit für das Experiment geben. Miriam 2 ist ein Forschungsprojekt unter Schirmherrschaft der Mars Society Deutschland in Kooperation mit Universitäten und Forschungsinstituten.

Die Miriam-Sonde erreicht eine Höhe im Erdorbit von etwa 175 Kilometer, wo die Kapsel im Weltraum ausgesetzt wird. Der Helium-Ballon mit einem Umfang von vier Metern wird entfaltet und aufgeblasen. Anschließend tritt er wieder in die Erdatmosphäre ein. Dabei soll die Belastung des Ballons untersucht werden. Wenn die Voraussetzungen passen, kann die Technik auch für die Archimedes-Sonde verwendet werden, die 2018 die höheren Schichten der Marsatmosphäre untersuchen wird. Denn der Miriam-Ballon soll über eine ähnliche Tragfähigkeit verfügen wie der zehn Meter große Archimedes-Ballon beim Eintritt in die dünnere Marsatmosphäre.

„Die Auszubildenden sind stolz, dass ein Teil des Projektes aus ihren Händen kommt“, erklärt Kai Römer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen. Ein Mitarbeiter des Bauhofes hatte den Kontakt zu den Forschern des Miriam-2-Projektes vermittelt. Ein Vetreter der Mars Society Deutschland hat die Auszubildendenwerkstatt besucht, um den Uelzener Teil der Vorarbeiten für diese Weltraummission zu besprechen. „Wir verfolgen bei der Ausbildung das Ziel theoretische Inhalte mit Anwendungen aus der Praxis zu verbinden“, erläutern Lothar Keding und Arne Möller, Ausbilder beim Bauhof, „da ist das Miriam-2-Projekt ein echter Glücksfall.“

Von Diane Baatani

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