Bürger werkeln begeistert für die Stadtwette / Heute nächste Chorprobe vor dem Rathaus

Stadtwette: Uelzen fühlt die 60er Jahre

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Schrille Farben und Blümchenmuster – so sah die Mode der 60er Jahre aus, die gestern Abend auf dem Herzogenplatz präsentiert wurde. Die Uelzener haben einen Eindruck davon bekommen, wie sie sich am Sonnabend zu kleiden haben, damit es mit der Wette klappt. Fotos: hu/dib

Uelzen. Wer von der Stadtwette gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR) noch nichts gehört hat und durch Uelzen schlendert, dürfte große Augen machen:

Gesungen und getanzt wird zurzeit auf dem Herzogenplatz, die Band „Sitting Bull“ spielte gestern live, bunte Kleidung der 60er Jahre wurde bei einer Modenschau präsentiert und auf dem Bauhof eine Strandbar gebaut. Uelzen macht sich startklar für die Stadtwette.

Volker Hasenkamp hat in der Kleidersammlung vor dem Rathaus gestöbert. Täglich wird dort Kleidung der 60er Jahre gesammelt.

Vereine und Privatpersonen beteiligen sich an dem Konzept der Stadt Uelzen. Bis zur großen Feier mit einem Bühnenprogramm des NDR am Sonnabend um 19.30 Uhr soll der Herzogenplatz in ein Surfcamp mit 250 Beachboys und Beachgirls der 60er Jahre verwandelt werden. „Fühl’s noch einmal“, lautet das Motto. Die Bürger sollten kostümiert zu dem Termin kommen – mindestens drei Teile im 60er-Stil –, erklärt Stadtsprecherin Ute Krüger. Täglich zwischen 10 und 17 Uhr wird auf dem Herzogenplatz passende Kleidung entgegengenommen, die für Sonnabend ausgeliehen werden kann.

Eine Gruppe der Arbeiterwohlfahrt hat Palmenblätter gebastelt und steckt sie für Sonnabend in den Stamm vor dem Zelt.

„Ba ba ba ba Barbara Ann“ schallt es über den Herzogenplatz. Immer mehr Passanten kommen dazu, studieren mit Matthias Wegener den Song der Beach Boys ein, die Zuschauer wippen im Takt mit. Petra Studtmann, Leiterin der Dance-Abteilung des Turnvereins Uelzen, hat dazu einen Tanz choreografiert. Schritt rechts, Schritt links, vor und zurück und einmal im Kreis – heute zwischen 17 und 20 Uhr soll noch einmal trainiert werden. Bei einer Modenschau, zu der sich ebenfalls spontane Mitstreiter zusammenfinden, wird gestern unter Anleitung von Einzelhändlerin Martina Steegen vorgeführt, in welchem Stil sich Uelzen am Sonnabend dem NDR präsentieren will.

Auch für die passende Kulisse wird gesorgt: „Wir warten noch auf das Drahtgestell“, erklärt gestern am Vormittag Heidi Käbein ihren Kollegen von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Zelt vor dem Rathaus. Joachim Lenski, Volker Hasenkamp und noch weitere Teilnehmer basteln Palmenblätter aus Folien. 75 Stück haben sie noch vor sich. Weil sich die Bastelei schlecht mit den Kursen der AWO koordinieren lässt, trifft sich die Gruppe am Abend privat, um weiterzubasteln.

Unterdessen werkeln zehn 10- bis 17-Jährige von der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) auf dem Bauhof an einer Strandbar. Auch einen Shop, in dem Surfbretter und Taucherbrillen am Sonnabend dargeboten werden sollen, haben sie sich vorgenommen.

Von Diane Baatani

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