Rosco-Group feiert Richtfest an der Gudesstraße / Neubau-Schlüssel soll im Herbst an C&A übergeben werden

Uelzen aus Dornröschenschlaf wachküssen

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Er soll dunkelrote Klinker bekommen: Der C&A-Neubau an der Gudesstraße.

Uelzen. Vor knapp einem Jahr standen auf der Fläche an der Gudesstraße noch drei einzelne Gebäude: das ehemalige Wilgrü, das Juweliergeschäft Meyer-Nehls und das Schnell-Restaurant „City-Dinner“.

Gestern hat die Unternehmergruppe Rosco Richtfest im C&A-Neubau gefeiert – und auch die Eigentümer der vorigen Häuser waren eingeladen. Das war dem Investor Dennis Rossing, Geschäftsführer der Rosco-Group, ein besonderes Anliegen, machte er in seiner Ansprache deutlich: „So ein Gebäude braucht eine bestimmte Größe, damit es funktioniert. “ Dass die Uelzener bereit waren, ihre Grundstücke an das Bad Hersfelder Unternehmen zu verkaufen, sei daher wichtig gewesen.

„Gold mit Schleifchen“ würde er der Stadtverwaltung verleihen, wenn er seine Zufriedenheit über die Zusammenarbeit in Medaillen ausdrücken sollte, sagte Rossing gestern am Rande des Richtfestes. „Es ist vorbildlich dafür, wie Verwaltung und Wirtschaft zusammenarbeiten sollten“, erkärte er. Für die Rosco-Group sowie für Architekt Alfred Funke und das Uelzener Bauunternehmen „Willi Meyer“ ist dieses knapp 3000 Quadratmeter große Gebäude eines der kleineren Projekte. Dennoch wissen sie um die Bedeutung für die Uelzener Innenstadt. „Das Haus rundet das Stadtbild, denke ich, ab und gibt neuen Impuls für die weitere Stadtentwicklung“, sagte Rossing. „Wir hoffen, dass wir mit dem Gebäude dazu beitragen, dass Uelzen aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst wird“, erklärte auch sein Kollege Rainer Hähnel.

Vor knapp drei Jahren hat Rosco die Entscheidung getroffen, in Uelzen zu investieren. „Im August wollen wir mit dem Bau fertig sein“, sagte Funke. Wenn der letzte Bauabschnitt gut verlaufe – der Winter habe bereits für Verzögerung gesorgt –, dürfe C&A im September oder Oktober einziehen.

Das Lob von Rossing wollten Stadt und Landkreis zurückgeben: Bürgermeister Otto Lukat zeigte sich zufrieden, dass das Gebäude an dieser markanten Stelle in der Innenstadt so zeitnah entstanden sei. Er sieht die Entscheidung der Firma als „eine Entscheidung zum Standort Uelzen“. Der stellvertretende Landrat Martin Oesterley nutzte den Anlass dazu, daran zu erinnern, dass die stärkste Konkurrenz einer Innenstadtbelebung das Internet sei. „Wenn wir hier Geschäftsleben haben wollen, müssen wir auch das heimische Gewerbe unterstützen“, betonte Oesterley.

Von Diane Baatani

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