Ob geplante Mehreinnahmen von 237.000 Euro erreicht werden, ist unklar / Stadt wartet noch auf Unterlagen von Eltern

Uelzen berechnet Kita-Gebühren für 760 Familien nach neuer Staffel

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Betreuungsgeld

nre Uelzen. Familien mit hohen Einkommen müssen für die Betreuung ihrer Kinder tiefer in die Tasche greifen – seit dem Beginn des neuen Schuljahres im August gilt im Stadtgebiet die neue Gebührenstaffel für Kindertagesstätten.

Mit geplanten zusätzlichen Einnahmen von 237.000 Euro sollen künftig 30 Prozent der Kita-Kosten im Stadtgebiet durch die Elternbeiträge gedeckt werden. Eine Aussage, ob das Ziel erreicht wird, kann die Hansestadt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht machen, erklärt sie auf AZ-Anfrage.

Von den rund 1 000 belegten Plätzen in den Kindergärten müssen 760 Beiträge neu berechnet werden. 240 Kinder befinden sich im betragsfreien letzten Kindergartenjahr. Zurzeit liegen etwa 600 vollständige Anträge zur Berechnung der Kitagebühren vor. Davon sind 550 berechnet worden, so die Stadt. Sprecherin Ute Krüger: „Ob die Einnahmen zur Deckung der prognostizierten Mehreinnahmen ausreichen werden, kann gegenwärtig noch nicht abschließend beantwortet werden, da noch nicht für alle Beitragszahler die neuen Elternbeiträge ermittelt werden konnten.“

6,5 Millionen Euro hat die Stadt insgesamt für die Kita-Plätze zu zahlen. Mit den zusätzlichen Einnahmen würde der städtische Haushalt entlastet. Für die Mehreinnahmen war von der Stadtpolitik die Gebührenstaffel neu gestaltet worden. Bei ihr sind grundsätzlich höhere Beiträge in allen Staffeln vorgesehen. Nur: Bei den beiden niedrigsten Einkommensstufen übernimmt der Landkreis die Kosten. Bislang hatten Familien ab 3341 Euro Netto-Einkommen, inklusive Kindergeld den Höchstsatz von 319 zu zahlen. Durch eine stärkere Ausdifferenzierung der Einkommen, kann es in den Stufen 3 bis 6 sogar bei Familien zu Erleichterungen kommen. Mehr belastet werden die Familien, die in die Stufen 7 bis 12 fallen. Der Beitragshöchstsatz liegt nun bei 578 Euro.

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