21 Radarsäulen stehen schon im Kreis

Uelzen: Auch Stadt will jetzt Blitzer

Uelzen/Landkreis. Die 21 Radarsäulen im Landkreis bleiben eine verlässliche Einnahmequelle für Kreis-Kämmerer Markus Lühring. Im vergangenen Jahr spülten die Buß- und Verwarngelder für zu schnelles Fahren 1,28 Millionen Euro in die Kreiskasse.

34 147 mal blitzte es aus den Kästen und Säulen im Landkreis. Im Jahr davor wurden 32 190 Raser erwischt, die unterm Strich 1,2 Millionen Euro an die Kreiskasse überwiesen, so Matthias Schild, Leiter des Straßenverkehrsamtes.

Und in wenigen Wochen kommt eine neue Messstelle hinzu. Die Stadt Uelzen will erstmals einen Blitzer installieren: an der Ortsdurchfahrt in Oldenstadt (Bundesstraße 191), weil ihr die Stelle zu gefährlich erscheint und sie für den Abschnitt zuständig ist. Ab Februar oder März wird dort geblitzt, wie Stadtsprecherin Ute Krüger mitteilt. Zusätzlich soll die Fußgängerampel auf der Ortsdurchfahrt mit einer Rotlicht-Überwachung ausgestattet werden. Das heißt, Kraftfahrer, die trotz Rotlichts weiterfahren, werden fotografiert. Allerdings wird die Technik erst Ende des Jahres verfügbar sein, wenn die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg die komplette Ampelanlage austauscht.

Nach Aussage der Verwaltung wird die neue Radaranlage der Stadt aber kein zusätzliches Geld einbringen. Die Stadt dürfe aus rechtlichen Gründen gar keine Geschwindkeitskontrollen durchführen. Der Kreis werde die Verstöße ahnden. Stadt und Kreis hätten eine Vereinbarung geschlossen, so Krüger. Die Anlage aufstellen und warten werde eine Privatfirma. Sie bekomme eine Fallpauschale pro Verstoß.

Von Jens Schoop 

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