Überweisungen mit 22 Stellen / Angaben auf Giro-Karten

SEPA-Verfahren wird ab Februar auch für Privatkunden zur Pflicht

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Die 22-stellige IBAN ist wie folgt aufgebaut: Für die internationalen Kontonummern in Deutschland gilt vorweg das Länderkürzel DE, es folgen zwei Zahlen als Prüfziffern, die jetzige Bankleitzahl, dahinter stehen einige Nullen und schließlich die „alte“ Kontonummer.

Uelzen/Landkreis. Unternehmen wickeln bereits seit August 2014 ihren Zahlungsverkehr – Überweisungen und Lastschriftverfahren – nach dem sogenannten SEPA-Verfahren ab. Entwickelt wurde es, weil zunehmend der internationale Geldverkehr an Bedeutung gewonnen hat.

In sechs Wochen müssen auch alle Privatkunden die IBAN (International Bank Account Number) nutzen. Ab dem 1. Februar sind Überweisungen nur noch mit der 22-stelligen Nummer möglich.

Durch eine schrittweise Umstellung, so erklärt Thomas Schlüter, Pressesprecher des Bankenverbandes, hätten sich die Privatkunden mit der neuen Methodik bereits vertraut machen können. Auf Rechnungen würden IBAN und auch der BIC (Business Identifier Code) schon angegeben, und wer Online-Banking nutze, profitiere von einem bei Banken eingerichteten Programm, mit dem bisherige Kontonummern und Bankleitzahlen automatisch umgewandelt werden. Allerdings, sagt Schlüter, sei es den Banken ab Februar nicht mehr erlaubt, diesen Konverter im Überweisungsverfahren einzusetzen. Er wisse aber, dass Finanzhäuser auf separaten Homepages IBAN-Umwandler anbieten wollen.

Den Kunden, die Geldbeträge noch klassisch per Formular überweisen, rät Schlüter, bei Fragen sich an Mitarbeiter der Banken zu wenden. Auch die Finanzhäuser weisen auf diese Möglichkeit hin. Und wer sich fragt, wie die IBAN und BIC seines Kontos lauten: „Auf Kontoauszügen und auf neueren Girokarten sind sie aufgedruckt“, so der Pressesprecher. Die 22-stellige IBAN ist aber auch so zusammengesetzt, dass man sie sich merken kann: Für diese internationalen Kontonummern in Deutschland gilt vorweg das Länderkürzel DE, es folgen zwei Zahlen als Prüfziffern, die jetzige Bankleitzahl, dahinter stehen einige Nullen und schließlich die „alte“ Kontonummer.

Wie Banken auf AZ-Nachfrage berichten, haben sich Firmen und Privatkunden bereits an die geänderte Überweisungsform gewöhnt und nutzen zum großen Teil IBAN und den BIC.

Für all jene, die die neue Lastschrift-Methode als Last empfinden, hat Thomas Schlüter vom Bankenverband noch eine gute Nachricht: Der BIC muss bei Überweisungen innerhalb Deutschlands und in Länder der EU ab Februar nicht mehr angegeben werden.

Von Norman Reuter

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