Stadt Uelzen will Fußgängerzone attraktiver gestalten

Turm empfängt Passanten

1927 wurde am Alten Rathaus ein hoher Verkehrsturm aufgebaut, der die Richtungen Hamburg, Hannover und Dömitz zeigte. Foto: Archiv/Hoffmann

Uelzen. Ein künstlerischer Turm soll als „neue Mitte“ künftig am Alten Rathaus die Blicke der Passanten auf sich ziehen.

Dazu wird nach bisherigen Plänen an der Stelle, wo derzeit ein verkehrsberuhigendes Element die Fahrbahn zwischen der Lüneburger und der Veerßer Straße unterteilte, die Fußgängerzone ein Stück Richtung Fahrbahn aufgeweitet. Der 3,50 Meter bis vier Meter hohe Turm soll in Anlehnung an einen historischen Verkehrsturm dort zusammen mit einer Sitzbank aufgebaut werden und kann von Passanten als Treffpunkt genutzt werden. Das erläuterte der städtische Baudezernent Karsten Scheele-Krogull bei der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Umweltschutz und Bauen der Stadt Uelzen am Donnerstagabend im Rathaus.

Ob der künstlerische Turm durch einen Ideen-Wettbewerb – wie SPD, Grüne und CDU empfehlen – oder nach Planung des Büros Kreikenbaum und Heinemann aus Bremen entstehen wird, ist noch offen. Es bestehe auch die Möglichkeit, Klosterformate von St. Marien einzubauen, sagte Scheele-Krogull. Der Ausschuss hat sich bei einer Gegenstimme dafür ausgesprochen, die Planung für diesen Verkehrsturm weiter zu verfolgen und zugleich Zuschussmittel für die Umgestaltung der Fußgängerzone der Bahnhofstraße zu beantragen.

Mit rund 200 000 Euro plant die Stadt Uelzen die bauliche Veränderung der Fußgängerzone als „Hommage an Hundertwasser“, 75 Prozent der Gesamtkosten erhält die Stadt Uelzen dafür aus Ziel-1-Mitteln. Für den Verkehrsturm an der Ecke Lüneburger/Veerßer Straße werden voraussichtlich Sponsoren gesucht. Im Sommer könnten dann die Baumaßnahmen beginnen und bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Das Planungsbüro hatte den Auftrag erhalten, einen Entwurf zur Umgestaltung der Fußgängerzone vorzulegen. Nach Abstimmung mit der Arbeitsgruppe für den Entwicklungsbereich Innenstadt empfiehlt nun der Stadtplanungsausschuss, dass inmitten der Fußgängerzone zwischen der Achterstraße und der Turmstraße ein Wasserlauf und farbig gestaltete Pflasterflächen angelegt werden. Das Besondere an dem Konzept: Die Geschäfte in dem Abschnitt der Bahnhofstraße sind derzeit über Stufen zu erreichen. Im Zuge der Neupflasterung wird der Weg erhöht, sodass die Geschäfte anschließend ebenerdig betreten werden können.

Von Diane Baatani

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