Junge Menschen besonders stark betroffen: „Love & Life“-Team spricht über Körpergeruch

Was tun, wenn’s richtig stinkt?

Deodorants können gegen Körpergeruch helfen. Wonach unser Schweiß riecht, hängt von vielen Faktoren ab: unter anderem davon, was wir essen. Und: Jugendliche schwitzen mehr, das ist in der Pubertät ganz normal. Wann sich das Schwitzen wieder normalisiert, erfahrt Ihr heute in der Antwort vom „Love & Life“-Team. Foto: dpa

„Ich habe manchmal das Gefühl, dass mein Deo an manchen Tagen nicht so funktioniert, wie sonst. Dann schwitze ich mehr und es riecht auch anders. Ist das normal? Und was kann ich machen, damit das nicht so ist. Mir ist es peinlich, wenn ich anders rieche als die anderen“ Carla*(14).

Es gibt Situationen, da gerät jeder ins Schwitzen. An heißen Tagen, beim Sport oder wenn einem vor lauter Aufregung der Angstschweiß ausbricht. Außerdem: Jugendliche schwitzen in der Pubertät einfach mehr. Das ist ganz normal. Es kommt in dieser Zeit zu einer hormonellen Umstellung des Körpers und diese führt bei vielen Jugendlichen zu einer Überfunktion der Schweißdrüsen. Mit 17 oder 18 Jahren – also gegen Ende der Pubertät – ändert sich das meistens wieder.

Schwitzen, bis der Arzt kommt

Grundsätzlich ist Schwitzen eine gesunde körperliche Reaktion, mit der die Temperatur Deines Körpers reguliert und er vor Überhitzung geschützt wird. Zudem finden übers Schwitzen auch wichtige Reinigungsvorgänge statt, bei denen Gifte und Stoffwechselschlacken über die Poren ausgeschieden werden.

Ein Deo kann Dich vor dem unangenehmen Geruch schützen, der entsteht, wenn Bakterien den Schweiß zersetzen. Denn: Schweiß an sich riecht nicht unangenehm. Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Geruch, der sich beispielsweise auch durch das, was du isst, verändern kann. Dadurch alleine schon riecht jeder anders, auch wenn alle das gleiche Deo benutzen.

In der Pubertät beginnen die Schweißdrüsen in der Achsel-, Brust- und Genitalgegend zu arbeiten. Durch den Einfluss der Hormone produzieren sie den Schweiß, der bestimmte Duftstoffe enthält. Unsere Gefühle beeinflussen dabei unseren Schweiß: Angst, Unsicherheit und Nervosität, alle diese typischen Teenager-Gefühle, können zu wahren Schweißausbrüchen führen und verändern den Geruch.

Auch der Menstruationszyklus beeinflusst dein Schwitzen. Frauen schwitzen mehr in der zweiten Hälfte ihres Zyklus, also nachdem der Eisprung stattgefunden hat.

Was kannst Du nun tun, falls es die Schweißdrüsen mal wieder ein wenig zu gut meinen?

Täglich duschen und frische Kleidung anziehen. Du kannst Dich auch zwischendurch waschen und neues Deo auftragen. Benutze ein Deo, das gut riecht und deine Haut nicht reizt. Es gibt Deos, die die Schweißproduktion etwas unterdrücken.

Zusätzlich solltest du viel trinken, um die durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit zu ersetzen. Wasser, Tees oder Fruchtsaftschorlen sind gut geeignet. Salbeitee unterdrückt ein bisschen die Schweißproduktion.

Du kannst auch Deine Achselhöhlen mit verdünntem Apfelessig oder Salbeiaufgüssen auswaschen, dadurch ziehen sich die Schweißdrüsen zusammen.

Durch regelmäßige Saunabesuche könntest Du Schwitzen trainieren und dadurch das Ausmaß der Schweißausbrüche in anderen Situationen ein bisschen vermindern.

Starkes Schwitzen kann auch manchmal ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Wenn alle Tipps nicht helfen, lass Dich bitte von einem Arzt beraten.

*Name von der Redaktion geändert

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