Landkreis fordert Gutachten über Asbest-Stoffe an / Abbruch-Firmen weisen Verantwortung von sich

Wer ist für die Trümmer zuständig?

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Kaum verändert seit Herbst 2011: Der Trümmerhaufen auf dem Grundstück des ehemaligen Katasteramtes ist unübersehbar an einem zentralen Eingang zur Innenstadt. Wer allerdings handeln müsste, wenn der Eigentümer es nicht tut, ist unklar.

Uelzen. Der Trümmerhaufen vom ehemaligen Katasteramt scheint für Passanten unverändert, hinter den Kulissen beschäftigt er aber die Behörden.

Anderthalb Jahre nach dem Abbruch des ehemals denkmalgeschützten Hauses an der Gudesstraße scheint noch unklar, wer für den Trümmerhaufen zuständig ist. Die Stadt hat wie berichtet immer wieder versucht, den Eigentümer, einen Lüneburger Immobilienmakler, in die Pflicht zu nehmen. Nachdem im Bauschutt Asbest und Schimmelpilze entdeckt wurden, ist möglicherweise nun die Fachaufsicht zuständig und damit die Umweltbehörde des Landkreises.

Der Landkreis hat sich „auf Wunsch der Stadt“ an die Staatsanwaltschaft Lüneburg gewendet, um das Gutachten über die Untersuchung von Bodenproben aus dem Bauschutt einzusehen, das wie berichtet erstellt worden und im vergangenen Monat der Stadt zugegangen war. „Wir haben am Dienstag das Gutachten angefordert, weil die Stadt uns darum gebeten hat“, betont Kreissprecher Martin Theine, „normalerweise hätten wir es auch nicht angefordert.“ Der Landkreis gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft von sich aus die zuständige Behörde informiere. „Jetzt liegt der Ball bei den anderen“, erklärt Theine. Wenn die Unterlagen eintreffen, werde vom Umweltamt geprüft, ob es aus abfallrechtlichen oder wasserrechtlichen Gründen dafür zuständig ist.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ist unterdessen noch damit beschäftigt, den Verantwortlichen für die Lagerung der umweltschädlichen Stoffe auszumachen. Wenn der Grundstückseigentümer die Verantwortung für den Schutt an Abrissunternehmen abgegeben haben sollte, müssten diese dafür einstehen. Nach Angaben von Sprecherin Angelika Klee dauern die Ermittlungen noch an.

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Von Diane Baatani

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