Stadt darf nun zunächst für ein Jahr das Gelände als Parkplatz nutzen

Trotz Verkauf: Zukunft der Kaufhalle ungewiss

Uelzen. Es war eine Nachricht, die Ende vergangenen Jahres Mut machte für die Gestaltung der Uelzener Innenstadt: Die Kaufhalle an der Lüneburger Straße war endlich verkauft – nach elf Jahren Leerstand.

Doch ein Vierteljahr später ist noch immer nicht klar, was aus dem Schandfleck in bester Stadtlage werden soll. Seit gestern nutzt die Stadt das Grundstück auf der Rückseite des Gebäudes erst einmal als öffentlichen Parkraum.

Schon mehr als ein Jahrzehnt steht die Wiederbelebung der Kaufhalle bei der Stadtverwaltung ganz oben auf der Prioritätenliste und auch Bürgermeister Jürgen Markwardt hatte sich bei seinem Amtsantritt vor knapp anderthalb Jahren dieses Projekt auf die Fahnen geschrieben. Immer wieder kursierte in politischen Kreisen der Bekleidungsgigant H&M auf der Wunschliste, doch Gespräche verliefen im Sande. Jetzt haben nach AZ-Informationen ein Spediteur und ein Steuerberater aus der Region das ehemalige Kaufhaus erworben. Doch was sie damit vorhaben – keine Information. Auch im Rathaus zuckt man mit den Schultern: „Der Stadt liegen noch keine Planungen vor“, teilt Sprecherin Ute Krüger auf AZ-Nachfrage mit. Immerhin bestätigt die Verwaltung, dass der Verkauf vollzogen sei – auch kein Selbstgänger angesichts der Firmenverschachtelung bei den Vorbesitzern.

Jetzt also wird erstmal der Parkplatz auf der Rückseite genutzt. 24 Stellplätze, parken darf man dort wie in der Innenstadt üblich höchstens 2,5 Stunden. Anfahrt über Achterstraße und Rosenmauer, an der Rosenmauer steht auch der Parkscheinautomat, teilt die Stadt mit. Ansonsten – Ratlosigkeit.

Von Thomas Mitzlaff

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Jansen

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