Schmuck erbeutet

Trickbetrüger schlagen mit "Kettentrick" in Uelzen zu

Uelzen/Langenbrügge. Gleich zwei Mal haben Trickbetrüger in dieser Woche in der Region zugeschlagen und Schmuck von Passanten erbeutet. Die Masche der Ganoven ist dabei immer die gleiche: Sie setzten auf Körperkontakt.

Es handelt sich um den sogenannten Kettentrick. Er wird insbesondere von den bundesweit agierenden "reisenden Trickdieben" angewendet, teilt die Polizei Uelzen jetzt mit. Dabei tauschen die Betrüger den Schmuck ihres Opfers durch billigen Modeschmuck aus, indem sie nahen Körperkontakt - etwa Umarmungen - suchen.

Dieser Masche fielen am Montag eine Frau in Uelzen und ein Mann in Langenbrügge zum Opfer.

Gegen 14:30 Uhr hatten zwei südländische Frauen auf einem Parkplatz in der Luisenstraße in Uelzen eine 44-Jährige angesprochen und nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt. Dabei fiel eine der Frauen der Uelzenerin urplötzlich um den Hals und erzählte, dass ihre Mutter gestorben sei. Sie drückte der Passantin einen Ring in die Hand und legte ihr eine Halskette an, was die Uelzenerin eigentlich gar nicht wollte. Daraufhin stiegen die beiden potenziellen Betrügerinnen in einen silbernen Wagen ein und fuhren zusammen mit zwei weiteren Männern weg.

Kurz darauf stellte die 44-jährige Uelzenerin fest, dass ihre eigene Halskette fehlte. Bei dem Schmuck, den die beiden Frauen ihr überlassen haben, handelt es sich um billigen Modeschmuck.

Ähnlich erging es kurze Zeit später einem 48-Jährigen in Langenbrügge. Die Täter hatten gegen 15:20 Uhr in der Lindenstraße mit ihrem silbernen Auto, vermutlich einem BMW aus dem Baujahr 2000, Halt gemacht und den 48-Jährigen nach dem Weg nach Wittingen zum Krankenhaus gefragt.

Dabei fielen die Frauen dem Mann ebenfalls aus Dank um den Hals und tauschten die Halskette des 48-Jährigen gegen Modeschmuck aus. Eine Fahndung nach den Tätern verlief vorerst ohne Erfolg.

Rubriklistenbild: © dpa

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