Treppenlift für Grundschule

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Ein Bereich der Aula soll mit teils mobilen Wänden künftig die Himberger Schulmensa beherbergen.

Bad Bevensen/Himbergen. – Von Ines Bräutigam. Nachdem sie bei ihrer ersten Sitzung nicht auf einen gemeinsamen Nenner gekommen waren, was das künftige Raumprogramm an der Grundschule in Himbergen betrifft (die AZ berichtete), hatten sich die Mitglieder des Bevenser Schulausschusses erneut zusammengesetzt. Diesmal mit Ergebnis: Sowohl das Problem der Erreichbarkeit aller Räume für behinderte Kinder, als auch das des Standortes einer Mensa konnten gelöst werden.

Für die Erreichbarkeit von Fachräumen für jedes Kind – auch solche mit körperlichen Einschränkungen – stellte Bauamtsleiter Roland Klewwe zwei Alternativen zur Wahl: Entweder man verlegt die Fachräume aus dem Obergeschoss ins Erdgeschoss oder man installiert Treppenlift oder Aufzug. Die Verlegung der Räume ins Erdgeschoss wäre am konstengünstigsten. „Der Einbau eines Treppenlifts wäre aber auch nicht viel teurer“, so Klewwe und bezifferte die Kosten mit jeweils rund 19 000 Euro.

Ein Aufzug wäre laut Klewwe zwar „die perfekte Lösung“, schied aus Kostengründen aber aus, wie sich die Ausschussmitglieder – bis auf Verena von Kriegstein (Grüne), der diese Lösung nicht langfristig genug erschien – schnell einig waren. Und weil eine Verlegung der Fachräume für Schulleiterin Heidi Gatz überhaupt nicht Frage kam, verständigten sich die Ausschussmitglieder darauf, einen Treppenlift zu installieren. „Eine ziemlich gute Lösung“, befand die Rektorin zufrieden.

Ebenso zufrieden zeigte sich Heidi Gatz über die Lösung, die für die Schulmensa gefunden wurde. Hierfür hatte das Bauamt einen Entwurf erstellen lassen, der vorsieht, am Rande der Aula (auf der gegenüberliegenden Seite der Bühne) eine fest installierte Wand zu errichten. An deren Enden werden zwei bewegliche Wände angebaut, so dass ein U entsteht, in dessen Zentrum die Tische samt Stühlen stehen können.

Die beiden mobilen Seitenwände können aber auch an die lange Wand geklappt werden. So können in dem entstehenden Zwischenraum die Tische und Stühle verborgen werden, wenn die Aula in ihrer ganzen Größe für andere Aktivitäten benötigt wird. Diese „komfortable Lösung“, wie Roland Klewwe betonte, würde etwa 30 000 Euro kosten. Die Schulmensa muss verlegt werden, weil der bisherige Essensraum als Musikraum verplant wurde.

Bevensens Erster Samtgemeinderat Hans-Jürgen Kammer betonte für die Verwaltung: „Aus unserer Sicht wäre das Problem mit dieser multifunktionalen Einrichtung optimal gelöst.“ Und einen von Heidi Gatz ins Gespräch gebrachten zeitlichen Engpass, der beim Hin- und Herschieben der Tische und Stühle entstehen könnte, wischte Elternratsvorsitzende Maren Schenk ganz unkompliziert weg: „Wir garantieren, dass die nötigen Handgriffe gemacht werden.“

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