Trauerfeier für Struck: Uelzens Polizei bereitet sich auf Staatsakt vor

„Große Herausforderung“

+

Uelzen. Hunderte von Menschen werden dem verstorbenen Dr. Peter Struck am Donnerstag, 3. Januar 2013, die letzte Ehre erweisen – und so laufen bei der Uelzener Polizei die Vorbereitungen für diese öffentliche Trauerfeier „mit großem Ehrengeleit“ auf Hochtouren.

Für Polizei-Einsatzleiter Ralf Munstermann und sein Team „eine große Herausforderung“, wie er sagt, „aber eine lösbare“.

So habe man bereits damit angefangen, den Großeinsatz zu konzipieren, sagt Munstermann, seit gestern stehe das grobe Konzept und „wer wo was macht“. Federführend bei dem Akt sei die Bundeswehr, weitere Beteiligte seien neben der Polizei der Staatsschutz, Vertreter von Parteien, natürlich Familienangehörige und die Stadt Uelzen, so Munstermann. Es werde ein militärischer Sperrbezirk in der Stadt Uelzen eingerichtet, weitere Details würden noch festgelegt – für Ralf Munstermann bedeuten deshalb die Weihnachtsfeiertage vor allem auch eine Menge Arbeit.

Wieviel Platz braucht das Heeresmusikkorps? Wo werden die Absperrungen eingerichtet? Wo kommen die Hunde her, die das Terrain absuchen? Sind neben der St.-Marien-Kirche auch andere Orte in der Stadt zu schützen? Sollen auch spontane Trauergäste zugelassen werden? Wo werden – zum Beispiel für Bundeskanzlerin Angela Merkel – besondere Sicherheitsbereiche eingerichtet? Welche An- und Abfahrten gibt es in der Stadt und welche Parkplätze werden für den Staatsakt konzessioniert? Diese und unzählige weitere Fragen würden derzeit noch geklärt, sagt Ralf Munstermann.

In den 33 Jahren seiner Uelzener Dienstzeit habe er einen Einsatz dieser Größenordnung noch nicht erlebt. „Das ist schon etwas sehr Besonderes.“ Aber es handele sich um eine stille, um eine friedliche Veranstaltung, bei der – so habe es Munstermann schon jetzt erfahren – die Bereitschaft zur Hilfe in der gesamten Stadt wie selbstverständlich sei.

Von Ines Bräutigam

Kommentare