Die Ice-Girls der „Hamburg Freezers“ setzten sportlichen Schlusspunkt auf mycity-Eisbahn

Training mit Puck und Schläger

+
Peter Hellström moderierte die Aktion mit den beiden Ice-Girls der Hamburger Hockeymannschaft.

Uelzen. „Gar nicht so leicht wie es ausssieht“, gibt der zwölfjährige Tim zu, nachdem er immer wieder mit dem Eishockeyschläger in der Hand, versucht hat, den Puck – eine kleine schwarze Hartgummischeibe – in das kleine Eishockey-Tor zu schieben.

Er wollte gerne die Eintrittskarte für ein Spiel der „Hamburg Freezers“ gewinnen. „Oder das Original-Trikot mit den Unterschriften“, sagt er knapp, bevor er sich die Auswertung seiner Versuche bei Moderator Peter Hellström abholt.

Nachdem der Zwölfjährige auf der mycity-Eisfläche in den letzten Jahren nicht nur große Begeisterung, sondern wegen der regelmäßigen Übungsmöglichkeiten auch gute Lauffähigkeiten entwickelte, interessiert er sich nun für den Mannschaftssport auf dem Eis. „Eiskunstlauf ist doch nur was für Mädchen“, meint er verächtlich und rennt noch zwei Runden in Windeseile über die Eisfläche.

Sicher ist es nur seinem Alter zuzuschreiben, dass er weder männliche Eiskunstläufer bei ihren akrobatischen Küren, noch Eishockeyspielerinnen im Wettkampf beobachten konnte. Die beiden „Ice-Girls“ der Hamburg Freezers wissen mehr über beide Sportarten. Dem Eiskunstlauf verschrieben, wurden sie mit weiteren zehn Teenagern ausgewählt, bei den Spielen der Deutschen Eishockeyliga (DEL) für Stimmung im Stadion zu sorgen. Zwei Tage kamen Cemre und Katja zur Eisbahn nach Uelzen, um die my-city-Eisbahnfans für diesen Sport zu begeistern.

In den blaugemusterten Trainingsshirts der „Feezers“ sind die beiden 16-jährigen Ice-Girls an der mycity-Eisbahn nicht zu übersehen. Zwei Tage informierten sie Kinder und Erwachsene über den Eishockey-Sport im Allgemeinen, aber auch über die Mannschaft, die vor acht Jahren aus den Münchener „Barons“ hervorgegangen ist. Denn erst seit dem Jahr 2002 gibt es in Hamburg eine Eishockeymannschaft, die in der Deutschen Eishockeyliga mitmischen kann.

Erst nachdem im Juni 2002 die Entscheidung gefallen war, die Münchener Eishockeymannschaft nach Hamburg zu verkaufen, brach in der Hansestadt die für viele Fans faszinierende Eiszeit an.

Inzwischen spielen die „Freezers“, wie die rund 25 Eishockeyspieler der Hamburger Mannschaft genannt werden, ganz oben mit. „Platz vier“, meint Cemre stolz. „Nachdem sie am Tag vor Heiligabend gegen den Tabellenführer Mannheim gewonnen hatten“, ergänzt Katja.

Ein wenig enttäuscht war Tim, dass keine Eishockey-Spieler aus Hamburg mitgekommen waren. Doch die mussten sich auf das wichtige Nordderby gegen die Hannover Skorpions am zweiten Weihnachtstag vorbereiten.

Der letzte mycity-Eisbahn-Tag war gewohnt gut besucht, sagt Schwimmlehrer Heiko Förstel, der die „Uelzener Eiszeit“ schon seit sechs Jahren betreut, am ersten Feiertag sind alle in der Familie und am 2. Weihnachtstag flitzen Kinder und Eltern wieder auf den Kufen übers Eis. „Da müssen die Pfunde wieder runter...“

Von Angelika Jansen

Kommentare