Veterinäramt warnt: Tiere nicht mit bloßen Händen anfassen – Übertragung des Virus auf Menschen ist selten

Tote Bevenser Fledermaus hatte Tollwut

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Eine Fledermaus an einem Schuppen: Kranke Tiere haben oftmals Lähmungserscheinungen und können nicht mehr fliegen.

Uelzen/Landkreis. Im Landkreis Uelzen ist bei einer vor knapp zwei Wochen aufgefundenen Fledermaus Tollwut nachgewiesen worden. Das hat das Veterinärinstitut in Hannover nach entsprechenden Untersuchungen jetzt mitgeteilt.

„Damit haben wir nun auch im Landkreis Uelzen den ersten bestätigten Tollwutfall bei einer Fledermaus“, sagt Dr. Jörg Pfeiffer, Leiter des hiesigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Im benachbarten Landkreis Lüneburg waren bereits Mitte August die ersten Fälle von Fledermaus-Tollwut offiziell nachgewiesen worden.

Die Fledermaus war in der Samtgemeinde Bad Bevensen tot in einem Garten aufgefunden und anschließend durch einen Fledermausbeauftragten zum Veterinäramt des Landkreises Uelzen gebracht worden.

Kranke Fledermäuse werden häufig am Tag in der Nähe von Häusern aufgefunden. Die eigentlich nachtaktiven Tiere zeigen abnormales Verhalten wie das Attackieren nahegelegener Gegenstände, Orientierungsschwierigkeiten und Lähmungserscheinungen und können deshalb nicht mehr fliegen. Aufgefundene Fledermäuse sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden. „Verwenden Sie dicke Lederhandschuhe, um das Tier in einen Karton mit kleinen Löchern zu setzten. Den Karton fest verschließen und kühl stellen“, rät Kreisveterinär Pfeiffer. Dann Umweltamt unter (05 81) 8 23 16 oder Veterinäramt (8 27 36) informieren.

Die Fledermaustollwut unterscheidet sich von der klassischen Tollwut. Menschen und andere Tiere sind zwar für die Viren empfänglich, Erkrankungen an Fledermaustollwut sind allerdings äußerst selten.

Tollwutkranke Fledermäuse liegen zumeist am Boden, wo sie leicht von Katzen und Hunden erbeutet werden können, die sie aber oft nicht fressen. Von herabfallenden Jungtieren, Kot oder Tieren im Winterschlaf geht keine Gefahr aus. 2015 waren von zwölf in Niedersachsen untersuchten Fledermäusen vier Tiere Tollwut-positiv.

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