Tödliche Tragödie auf der B 4

Nach der Kollision mit einem Wildschwein ging das Auto in Flammen auf.

Uelzen/Landkreis - Von Thomas Mitzlaff. Tödliche Tragödie im Berufsverkehr Donnerstagfrüh in der Dunkelheit auf der Bundesstraße 4: Ein 59-jähriger Autofahrer ist zwischen Jelmstorf und Bienenbüttel mit seinem Wagen frontal mit einem Wildschwein zusammengestoßen und danach gegen eine Baumgruppe geprallt. Andere Autofahrer können den Schwerstverletzten aus dem Wrack ziehen, wenig später brennt es aus. Der Mann stirbt noch am Unfallort.

Der Autofahrer aus Bad Bevensen war in Richtung Lüneburg unterwegs, als um 4.15 Uhr in Höhe Bargdorf plötzlich ein großes Wildschwein von rechts auf die Straße rennt. Nach dem Frontalzusammenstoß schleudert der Wagen ungebremst gegen mehrere Bäume. Der bewusstlose Fahrer wird von zwei anderen Verkehrsteilnehmern, einem 45-jährigen Bad Bevenser und einem 26 Jahre alten Autofahrer aus Celle, aus dem Auto gezogen, bevor dieses in Flammen aufgeht. Die beiden Helfer reanimieren den Schwerstverletzten zunächst, der wenig später eintreffende Notarzt kann dann aber nur noch den Tod des 59-Jährigen feststellen – Ursache sind multiple innere Verletzungen durch den Aufprall, teilt die Polizei später mit. Feuerwehrleute aus Bad Bevensen und Jelmstorf löschen die Flammen, für die Dauer der Bergungsmaßnahmen muss die Bundesstraße 4 für knapp zwei Stunden gesperrt werden.

Mit der dunklen Jahreszeit wächst indes auf den Straßen des Landkreises wieder die Gefahr der Wildunfälle. Zusammenstöße etwa mit Rehen oder Wildschweinen sind nach Polizeiangaben im Kreis Uelzen nach wie vor Unfallursache Nummer eins.

So wurden im Jahr 2009 926 Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Wild gezählt, 14 Menschen erlitten dabei Verletzungen. Das ist mehr als ein Drittel des gesamten Unfallaufkommens im Kreis, das 2009 bei insgesamt 2481 Kollisionen lag – und die Tendenz ist bei Wildunfällen steigend.

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