Uelzener Tiertafel pachtet Freilauffläche für Hunde – doch es gibt noch viel zu tun

Tobezone für Schnüffelnasen in Uelzen

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Platz zum Spielen: Doggen-Hündin Nele auf der künftigen Freilauffläche. Herrchen Wolfgang Roboom sucht noch Helfer, die gemeinsam mit ihm die rund 6000 Quadratmeter große Fläche auf Vordermann bringen.

Uelzen. Wenn Nele ihre knapp 50 Kilo Körpergewicht in Bewegung setzt, dann sollte ihr besser keiner im Weg stehen – denn Temperament kann man der jungen Doggen-Hündin nicht absprechen. Das kann sie künftig zwischen Wald und Feld bei Holdenstedt in vollen Zügen ausleben.

Dort soll in diesen Wochen eine Hundefreilauffläche entstehen.

„Das ist ein Sechser im Lotto“, freut sich Neles Frauchen Karin Roboom. Auf rund 6000 Quadratmetern sollen Hunde auf dem eingezäunten Grundstück künftig nach Herzenslust ohne Leine spielen und toben können. Denn das sei im Uelzener Stadtgebiet heute kaum noch möglich, bedauern Karin Roboom und ihr Mann Wolfgang.

Solche so genannten Hundewiesen sind in vielen Städten längst gang und gäbe. Die Robooms haben das Projekt erstmals im vergangenen Sommer in Scharbeutz kennengelernt. Zurück in Uelzen kam ihnen die Idee: Der Verein Uelzener Tiertafel, dessen Vorsitzender Wolfgang Roboom ist, könnte selbst eine Fläche für diesen Zweck pachten und betreiben.

Rund 13 Grundstücke haben er und seine Frau seitdem besichtigt – und viele Absagen kassiert. Jetzt hat es endlich geklappt. Das Stück Land, das der Verein gepachtet hat, liegt aus Uelzen kommend rechts der Celler Straße an einem Feldweg zwischen der Gartenschule „Pur Natur“ und dem Ortseingang Holdenstedt. Die Rasenfläche ist bereits von einem 1,50 Meter hohen Jagdzaun eingefasst, an gefahrenloses Herumtollen ist aber trotzdem noch nicht zu denken. Der Grund: Noch ranken wilde Dornensträucher über dem Boden, ein neues Tor wird benötigt, Löcher im Zaun müssen gestopft werden. „Wir müssen wahrscheinlich zwischen 1000 und 2000 Euro investieren“, schätzt Roboom. Das könne der Verein, der jetzt neben der wöchentlichen Futterausgabe noch eine zweite Aufgabe hat, jedoch nicht allein stemmen. Der Vorsitzende hofft darum auf Freiwillige, die das Projekt unterstützen wollen – mit Arbeitskraft oder einer Geldspende.

Wenn alles gut laufe, so Roboom, könne die Spielwiese bereits zu Ostern genutzt werden. Denn am 1. April beginnt die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit, Hunde müssen dann bis Mitte Juli an die Leine. Sie sollen die neue Spielwiese kostenfrei und ohne Vereinsmitgliedschaft nutzen können. Es gibt zwei Voraussetzungen: Die Tiere müssen gesund und verträglich sein.

Vierbeiner, die nicht 50 Kilo wiegen wie Nele, sondern nur fünf, müssen keine Angst haben vor ungelenken Verwandten: Für sie ist eine eigene Tobezone geplant.

Von Anna Petersen

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