Robooms brauchen noch Hilfe bei Sanierungsarbeiten an Veerßer Straße 84 / Zeit drängt

Tiertafel zieht in ein neues Heim

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Stark sanierungsbedürftig sind die neuen Räume der Tiertafel. Wolfgang Roboom ist dennoch glücklich, ein neues Domizil zu haben, in dem die Tiertafel den Schützlingen von Bedürftigen helfen kann.

Uelzen. Die Tiertafel in Uelzen hat ein neues Zuhause. Seit über einem Jahr suchen die Betreiber, Wolfgang und Karin Roboom, nach neuen Räumlichkeiten. Bisher hatten sie in dem kleinen Marktleiterhäuschen hinter dem Kreishaus Tierfutter an bedürftige Tierbesitzer ausgegeben.

Dort müssen sie bald raus. Die neuen Räume werden an der Veerßer Straße 84 in Uelzen sein.

Dort, in zwei Räumen auf dem Hof eines Hauses gegenüber des Schwimmbades, liegt aber noch einiges im Argen. Zwar sind die Räume – mit gut 50 und etwa 18 Quadratmetern – deutlich größer als die zwei kleinen Räume im Marktleiterhäuschen. Aber: „Sie sind sehr stark renovierungsbedürftig“, sagt Wolfgang Roboom. Der Putz an den Wänden ist zum Teil herausgebrochen, ein Fußbodenbelag fehlt, der Lack an Fenstern und Türen blättert. Robooms bitten um Hilfe. „Wir brauchen alle Hände, die wir bekommen können“, sagt er. Und Material brauchen sie auch. So schwebt ihnen vor, pflegeleichtes und preiswertes Laminat zu verlegen, und sie überlegen noch, wie sie Wände, Fenster und Türen streichen. Das kostet: „Wir rechnen mit 2000 bis 3000 Euro Gesamtkosten“, sagt Roboom, und den Posten kann sich der kleine Tiertafel-Verein kaum leisten. Vor allem hofft das Ehepaar auf Material wie Laminat und Farbe.

Dabei sitzt den Tierfreunden die Zeit im Nacken. Denn bis zur zweiten Augusthälfte müssen sie aus dem Marktleiterhäuschen am Kreishaus ausziehen. Das Gebäudemanagement des Kreises hatte dem Verein dieses Häuschen zunächst zur Verfügung gestellt, will es aber nun selbst nutzen (AZ berichtete). Etwa fünf Wochen bleiben also noch, um die neuen Räume auf Vordermann zu bringen. 150 Euro Miete zahlt der Verein künftig monatlich, um dort die Tiere von finanziell schwachen Haltern zu versorgen. Robooms danken dem Vermieter, der nicht genannt werden will, dass er die Räume vermietet. Die Suche nach einem neuen Domizil hatte sich zunächst schwierig gestaltet, sagt Roboom. Sieben brauchbare Objekte habe man sich ansehen können, aber bei der Erwähnung des Nutzens für die Tiertafel sei man schnell abgeblitzt. Denn, so Roboom, viele wollten nicht, dass Sozialhilfeempfänger mit ihren Tieren auf dem Grundstück sind. „Dabei sind das nette Leute, von denen sich 99 Prozent absolut tadellos benehmen“, sagt der Tierfreund, „und ganz viele Leute sind dabei, die bessere Zeiten gesehen haben.“

Von Kai Hasse

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