Projekt von BBS I und II zur Berufsorientierung läuft erfolgreich

Von der Theorie zur Praxis

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Delia Knoop, Lehrerin für Fachpraxis an den BBS I in Uelzen, vermittelt Alice Schobert berufliche Orientierung im Bereich Farbtechnik und Raumgestaltung.

bs Uelzen/Landkreis. In verschiedene Berufsbilder Einblick erhalten, auch in solche, über die man noch gar nicht nachgedacht hatte.

Zudem offen sein für alles, in sämtliche Richtungen über den Tellerrand schauen: Das sind Ziele des in diesem Schuljahr an den Berufsbildenden Schulen (BBS) I und an der Georgsanstalt/BBS II neu eingeführten Projekts der beruflichen Orientierung.

Dabei wechseln die Jugendlichen der Abschlussklassen allgemeinbildender Schulen ein Jahr lang an einem Tag pro Woche die Schule – und dort von der Theorie in die Praxis. In dieser Zeit durchlaufen sie vier Angebote zu Berufsfeldern, sogenannte Module.

Wolfgang Schäfer, Abteilungsleiter an den BBS I, erläutert die Chancen dieses Konzepts: „Während der beruflichen Orientierung in beiden Berufsbildenden Schulen können sich unsere Fachleute viel Zeit nehmen für die Betreuung und Gespräche, um den Schülern auf effektive Weise Einblicke in die Berufsfelder zu geben.“ Damit sollen ihnen Entscheidungshilfen für den beruflichen Werdegang geboten werden.

Eine gelungene und abgestimmte Berufsorientierung sei eine der größten Herausforderungen für die Berufsbildungsakteure im Kreis Uelzen, meint BBS-I-Leiter Stefan Nowatschin. „Die Fachkräftesicherung hängt wesentlich vom Miteinander der dualen Partner und einer erfolgreichen Vernetzung mit weiteren regionalen Bildungseinrichtungen ab“, sagt er. Nach der ersten ganzheitlichen Orientierung müsse ein qualifiziertes und motivierendes Betriebspraktikum folgen. Dieses Konzept verringere Ausbildungsabbrüche und Misserfolge bei Abschlussprüfungen.

Arnold Hübbing, Fachpraxislehrer im Bereich Fahrzeugtechnik, ist erfreut über das Engagement seiner Schützlinge. „Die Schüler stellen viele Fragen – nicht nur über technische Details, sondern auch über die Möglichkeiten, Anforderungen und Chancen, die unser Berufsfeld bietet“, erzählt er.

Schüler Ole Oetzmann, der ein Modul in der Abteilung Holztechnik absolviert, lobt die Berufsorientierung. Diese „macht Sinn und wirklich Spaß. Ich möchte später im Bereich Garten- und Landschaftsbau tätig werden und schaue mir Abteilungen an, die dazu berufsnah sind.“

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