Großstädter nutzen den Vorverkauf / Verhaltenes Interesse bei Uelzenern

Tausende wollen "Die Ärzte"

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Die Ärzte sind beliebt: Ein Ärztival in Berlin ist ausverkauft. Mit dem Vorverkauf für das Uelzener Konzert sind die Veranstalter ebenfalls zufrieden. Rund 10 000 Eintrittskarten wurden bislang verkauft, nur einen kleinen Teil davon kauften die Uelzener.

Uelzen. Die nächste Etappe beginnt: Rund 10 000 Eintrittskarten sind für das Ärzte-Konzert auf dem Uelzener Albrecht-Thaer-Gelände verkauft. Mitveranstalter Ulrich Gustävel von der Jabelmannhalle rechnet damit, dass am 17. August zwischen 20 000 und 30 000 "Die Ärzte"-Fans in Uelzen dabei sein werden.

Beim Konzert mit der Band im Jahr 2008 in Uelzen hatten sich auch über 30 000 Zuschauer auf dem Gelände versammelt.

Ulrich Gustävel und Behörden-Vertreter stimmen sich für das Ärzte-Konzert ab.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Vorverkauf“, sagt Gustävel, „sicherlich werden wir ein gutes Ergebnis erzielen.“ Daran seien bislang allerdings kaum Einheimische beteiligt. Vor allem in Hamburg und Lüneburg würden Eintrittskarten für das Konzert in der Uhlenköperstadt erstanden. In Uelzen selbst sind es lediglich rund 1500 Karten, bedauert er: „Das finde ich schade.“ Gustävel vermutet, dass die Fans aus dem Kreis erst kurzfristig Karten besorgen. In ganz Norddeutschland wird es in diesem Jahr zwei Ärztivals geben, in Bremen und Uelzen. Zudem sind auf der Tour zwei Konzerte in Berlin Tempelhof eingeplant, eines davon ist bereits ausverkauft. Das spricht seiner Ansicht nach für die Entscheidung, die Ärzte nach Uelzen zu holen und damit auch Auswärtigen einen Anreiz zu bieten, in die Uhlenköperstadt zu fahren.

Mit den vergangenen Open-Air-Festivals sind viele deutsche Größen bereits in Uelzen gewesen, neben den Ärzten die Sportfreunde Stiller, Jan Delay, die Fantastischen Vier und Herbert Grönemeyer. Künftig möchte Gustävel mit dem Kooperationspartner Almased am internationalen Markt teilhaben. Die verhaltene Beteiligung der Uelzener könne dafür allerdings eine Hürde darstellen, wenn er mit Metropolen konkurriere. Eine komplette Arena mit drei Tribünen und Sitzplätzen auch im Innenbereich sei bereits für 2014 ausgearbeitet.

Gute Argumente würden für Uelzen sprechen: „Wir haben hier einen tollen Standort“, hebt er die zentrale Lage für Publikum aus Hannover und Hamburg hervor. Je prominenter die Künstler weltweit, desto teurer werden aber die Tickets. „Ich weiß nicht, ob hier in der Region jemand bereit ist, hundert Euro für ein Konzert zu zahlen.“

Für das Open-Air-Festival mit den Ärzten im August sind unterdessen die Vorbereitungen in vollem Gange. Gestern trafen sich Vertreter der Polizei und Behörden in der Jabelmannhalle. „Auch hier stellt sich eine gewisse Routine ein“, sagt Gustävel. „Die einzige Problematik ist die Sperrung der Greyerbrücke.“ Dadurch müssten Fans mit ihren Autos großräumiger umgeleitet werden. Als Parkplätze sollen unter anderem Teile des Geländes und ein Parkplatz in Veerßen genutzt werden. Für Fahrer aus Richtung Lüneburg und Hamburg wird voraussichtlich ein Parkplatz nahe der B 4 ausgewiesen, von dem aus ein Bus die Ärzte-Fans bis zum Bahnhof fährt und anschließend zurückbringt.

Von Diane Baatani

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