Der Sound zum Jahreswechsel

Ob im Taucher-Anzug oder bei Operetten-Musik: Uelzener begrüßen 2016

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Sportlicher Ausklang des Jahres: Mehr als 30 Taucher steigen am Silvestermorgen in die Ilmenau.

Uelzen. Die Glocken von St.  Marien läuten zum neuen Jahr. In Uelzens Innenstadt ist ihr Klang in den Minuten nach Mitternacht lauter als die Böller in den Straßen und die Raketen, die in den Himmel zischen. Der Mix ist der Sound der Uhlenköperstadt zum Jahreswechsel.

Zum Jahreswechsel funkt´s: 2016 wird mit Wunderkerzen-Lichtern begrüßt. Diese Idee haben Feiernde an der Gudesstraße in Uelzen.

Bis Mitternacht geht es bei den meisten Uelzener ruhiger zu – ob zuhause im Kreise von Familie und Freunden oder auch in den Lokalen der Innenstadt. „Wir haben gemeinsam gegessen und auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurückgeblickt“, berichten beispielsweise Michele Schonscheck und Eduard Riedel von den letzten Stunden im Jahr 2015, die sie gemütlich an einem Tisch im Lokal „Zanzibar“ erlebten.

Im Theater wird „Der Vetter aus Dingsda“ gespielt.

Im Theater an der Ilmenau singt und spielt am Silvesterabend das Theater für Niedersachsen die Operette „Der Vetter aus Dingsda“, die Eduard Künneke komponierte. Zu den Besuchern gehört Claudia Wolter aus Lüchow mit ihrer Familie. Bereits zum zweiten Mal nutzt die Familie das Angebot des Kulturkreises, um das Jahr musikalisch ausklingen zu lassen. So mancher wollte zum Ende des Jahres aber auch noch einmal beweisen, wie sportlich er ist. Am Morgen steigen Uelzener Taucher in die Ilmenau. Mehr als 30 Teilnehmer werden gezählt.

Aber Familie Wolter hat sich für die Musik am Abend im Theater entschieden. „Es gefällt uns sehr“, sagt Claudia Wolter. Später will die Familie gemeinsam anstoßen, um sich Glück und Gesundheit zu wünschen. Gesundheit steht bei vielen ganz oben auf der Liste der guten Wünsche. „Wenn man nach einer überstandenen Krankheit erstmal erkannt hat, was wichtig ist im Leben, ist man auch ohne große Wünsche zufrieden“, meint ein ruhiger Beobachter nach Mitternacht beim Anblick des fröhlichen Treibens an der Gudesstraße. Partylöwen, denen es nach reichlichem Alkoholgenuss schon um Mitternacht nicht mehr so gut geht, sind froh, wenn „wir die Nacht überstehen“.

Inzwischen sind die Glocken im Kirchturm verstummt und die Straßen füllen sich mit Menschen, die sich ins Getümmel stürzen wollen. Wer nicht selbst mit dem Anzünden von Raketen beschäftigt ist, hat die Augen gen Himmel gerichtet, um noch etwas vom Lichterzauber in der ersten Nacht des neuen Jahres zu sehen.

Von Norman Reuter und Angelika Jansen

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