Beschäftigte schließen Warnstreik nicht aus

Tarifstreit nun bei SVO

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2014 drohte ein Stellenabbau bei SVO. Es wurde gestreikt. Ein Arbeitskampf wird auch nun nicht ausgeschlossen.

Uelzen. Die Arbeitnehmervertretung des Energieversorgers SVO – Strom-, Gas- und Wasserlieferant für den Landkreis Uelzen – fordert in Tarifverhandlungen 5,5 Prozent mehr Lohn für die Mitarbeiter.

Etwa 370 Frauen und Männer sind bei der SVO beschäftigt, 76 davon in Uelzen auf dem Rahlande. Wie Lars Benthaus, Mitglied der Tarifkommission, der AZ sagte, sei das Unternehmen mit seinem Angebot weit unter der Forderung der Arbeitnehmervertretung geblieben. Benthaus: „Es wurden 1,5 Prozent für einen Zeitraum von 28 Monaten geboten. “ Für die Arbeitnehmervertretung sei dies nicht ausreichend. Ein Warnstreik, um der Forderung nach mehr Lohn Nachdruck zu verleihen, werde nicht mehr ausgeschlossen.

Die SVO will sich auf Anfrage nicht zu den laufenden Tarifverhandlungen äußern. „Die Gespräche werden in der kommenden Woche fortgeführt und wir sind zuversichtlich, dass wir eine Einigung finden werden“, erklärte das Unternehmen gegenüber der AZ.

Für die Arbeitnehmervertretung ist der Tarifabschluss bei Eon-Avacon die Richtschnur bei ihren Verhandlungen mit der SVO. Dort seien 2,5 Prozent sowie eine Einmalzahlung von 750 Euro vereinbart worden. Ursprünglich gefordert hätten die Eon-Mitarbeiter 5 Prozent. Mit der Forderung von 5,5 Prozent seitens der SVO-Arbeitnehmervertretung wolle man auch einer Lohndifferenz begegnen. Mitarbeiter von Eon – das Unternehmen ist Anteilseigner bei der SVO – erhielten einen bis zu 30 Prozent höheren Lohn als er und seine Kollegen, schildert Lars Benthaus.

Von Norman Reuter

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