Stadthalle mit 70er-Jahre-Flair: Bis Ende 2016 soll sie noch vermietet werden

Der Tanz geht weiter

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Bälle, Tagungen und andere Veranstaltungen können auch in den Jahren 2015 und 2016 noch in der Stadthalle ausgerichtet werden. Dazu hat sich jetzt der Aufsichtsrat entschieden.

dib Uelzen. Die Schließung der stark sanierungsbedürftigen Stadthalle Uelzen zum Ende des Jahres schien schon fast besiegelt – jetzt haben der Aufsichtsrat und der Verwaltungsausschuss der Stadt entschieden, das Gebäude ab 2015 noch mindestens zwei weitere Jahre zu nutzen.

Das Restaurant und das Hotel werden ab Januar zwar nicht mehr bewirtschaftet, aber die Säle der Stadthalle können noch für Tagungen und andere Veranstaltungen vermietet und von einem vorgegebenen Caterer betrieben werden.

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Dazu verhandelt die Stadthallen GmbH derzeit mit einem Caterer, berichtet Pressesprecherin Ute Krüger. Der Vertrag stehe kurz vor dem Abschluss. Vereinen stehe der Sportbereich mit Schießstand und Kegelbahnen weiterhin zur Verfügung, allerdings sei eine private Nutzung dann nicht mehr möglich.

„Durch die weitere Nutzung der Säle der Stadthalle fallen jährlich Kosten bis zu 20 000 Euro für die Bauunterhaltung an“, berichtet Ute Krüger auf AZ-Nachfrage. „Vorgesehen ist, diese Kosten durch die Vermietung zu kompensieren.“

Besondere bauliche Maßnahmen aufgrund der einschränkten Nutzung seien nicht geplant und nach derzeitigem Stand nicht erforderlich.

Hätte die Stadthalle weiter betrieben werden sollen wie bisher, wäre eine energetische Sanierung notwendig geworden in Höhe von bis zu vier Millionen Euro, berichtet der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Heinz Schmäschke. Einige Politiker seien der Ansicht gewesen, dass die Stadthalle geschlossen werden sollte. „Diese Meinung hat sich zum Glück nicht durchgesetzt“, sagt Schmäschke. Er hält es für sinnvoll, die Stadthalle als Veranstaltungsort weiterhin anbieten zu können, auch wenn er weiß, dass der 70er-Jahre-Stil auch auf viel Kritik stößt. Die Stadt müsse jedoch als Mittelzentrum auch für Anwohner des Kreises eine Möglichkeit bieten. Parallel dazu werde aber das Konzept weiter verfolgt, einen Saal am Theater an der Ilmenau anzubauen, sodass künftig auch dort während der Veranstaltungen ein Restaurantbetrieb möglich wird.

Von Diane Baatani

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