Rund 1200 Gäste informierten sich beim „Frühling schnuppern“ an den BBS I und II in Uelzen

Suche nach dem passenden Beruf

Die angehenden Forstwirte Moritz Stannehl und Patrick Kaufmann sorgten für Aktionen. Fotos: Jansen

Uelzen. Ansehen, anfassen, anmelden – rund 1200 Schüler und Eltern informierten sich beim Schnuppertag über die Berufsbildenden Schulen. Berufsfachschüler und Lehrer hatten den Tag anschaulich vorbereitet.

Für einige Besucher fiel die Entscheidung noch am gleichen Tag, und sie füllten das Anmeldeformular aus.

„Ich möchte meinen Sohn bei Information und Beratung unterstützen“, sagt eine Mutter, deren Sohn mehr über Berufe im Einzelhandel und Gastgewerbe wissen wollte, „entscheiden muss er selbst“. Viele andere nutzten den Tag für eine erste berufliche Orientierung. „Trotz erster Erfahrungen durch berufliche Praktika verfügen viele Schüler der weiterbildenden Schulen über wenige Fakten ihrer beruflichen Möglichkeiten“, wundern sich die Lehrer an der BBS. Sie zeigten sich auf die Beratung hinsichtlich der vielfältigen Wege einer qualifizierten beruflichen Ausbildung gut vorbereitet. Auch viele Schüler, wie die der Altenpflege und Pflegeassistenz standen den ganzen Tag für die Fragen der Besucher zur Verfügung. „Ich weiß noch gut, was ich über den Beruf wissen wollte, bevor ich die Ausbildung anfing“, erzählt Julia Schmidt. Jugendliche erkundigten sich nach Ausbildungsdauer, Zugangsvoraussetzungen und den Tätigkeiten im Berufsalltag.

Mit ihrem differenzierten Angebot in den Fachbereichen Wirtschaft und Verwaltung, Metalltechnik, Elektrotechnik, Bautechnik, Holztechnik, Textiltechnik und Bekleidung, Chemie, Physik und Biologie, Drucktechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Körperpflege, Ernährung und Hauswirtschaft, Agrarwirtschaft, Landmaschinentechnik und Fahrzeugtechnik treten die Berufsfachschulen dem Fachkräftemangel entgegen. Die Fachlehrer sorgen dafür, Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen auf eine anspruchsvolle Berufsausbildung in den Betrieben vorzubereiten. Die zu erlangenden Schulabschlüsse sind mit den Abschlüssen der allgemeinen weiterbildenden Schulen vergleichbar. Absolventen mit einem fachlichen Hintergrund sind am Arbeitsmarkt sehr geschätzt. Anders herum schätzen die Schüler das Lernen der Fachtheorie, weil der Praxisbezug anschaulich vermittelt wird. An drei Stationen konnten Interessierte die Metallwerkstatt kennen lernen.

Die Arbeit des früheren „Drehers“ findet heute am Computer statt, was die jungen Besucher bei einer Computer-Simultation erkennen konnten. „Nach fünf Unterrichtsstunden bekommen unsere Schüler schon eigene Stücke fertig“, berichtet Studiendirektor Horst Mainzinger, der die Erfolgserlebnisse seiner Schüler als wichtigsten Motor für deren Motivation erlebt.

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