SVO Energie erhöht die Preise – und durchforstet den eigenen Tarif-Dschungel

Die Strom-Spirale

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Beim Strompreis handelt es sich schon längst nicht mehr um „Neben“-Kosten – und wer vergleicht, kann viel Geld sparen.

Uelzen. Die SVO Energie läutet eine neue Preisrunde beim Strom ein: Je nach Tarif steigen die Entgelte am 1. Mai um bis zu sechs Prozent. Durch einen Tarifwechsel können Kunden die Erhöhungen aber abfedern.

Denn parallel zur neuen Preisstruktur gestaltet der Uelzener Energieversorger seine Angebotspalette neu und übersichtlicher. Statt zwölf wird es künftig nur noch drei Tarife geben: Ein Basisangebot, das sich am aktuellen Strompreis orientiert und dessen Preis entsprechend schwanken kann, ein Festpreis-Angebot und ein so genanntes Öko-Paket.

Als Vergleichsgrundlage nehmen Verbraucherportale zumeist den sogenannten Basis-Tarif der Anbieter, der den aktuellen Marktentwicklungen unterliegt. Dort erhöht die SVO Energie den Strompreis um 1,19 Cent pro Kilowattstunde auf 23,69 Cent. Parallel dazu wird der Grundpreis kräftig erhöht: Von 64,32 Euro auf 78,60 Euro im Jahr.

Die SVO Energie bleibt dabei aber noch unter den Preisen des Konkurrenten Stadtwerke Uelzen. Dort berechnet man im Basis-Tarif 24,70 Cent pro Kilowattstunde, dazu kommt ein Grundpreis von 72 Euro.

Interessanter aber ist für die meisten Kunden der so genannte Festpreis, bei dem ein stabiler Preis garantiert wird – lediglich eine Erhöhung von Abgaben wie Steuern würden an den Verbraucher weitergegeben. Denn Experten sind sich einig: Anders als beim Gas kennt der Strompreis in den nächsten Jahren voraussichtlich nur eine Richtung – nach oben. Im Festpreis-Tarif würde ein Haushalt bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 Kilowattstunden bei der SVO Energie ab 1. Mai im Jahr 854,24 Euro zahlen, bei den Stadtwerken sind 919 Euro fällig. Allerdings bieten die Stadtwerke gleich zwei Jahre Preisgarantie – und das machen relativ wenige Stromanbieter.

Kunden der SVO Energie, die derzeit noch im Basis-Tarif sind, empfiehlt das Unternehmen, in den Fest-Tarif mit garantierten Preisen zu wechseln. „Zum einen hätten sie dann ein Jahr Planungssicherheit, zum anderen müssten sie dann bei einem Verbrauch von beispielsweise 3500 Kilowattstunden nur 2,50 Euro mehr zahlen“, sagt Sprecher Ralf Horst.

Derweil empfehlen Experten bei der Wahl des Stromanbieters grundsätzlich auch den Blick über den Tellerrand. Denn so kann man viel Geld sparen. So nennt das Verbraucherportal Verivox für Uelzen bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden und einem Festpreis von einem Jahr den Anbieter energieGUT aus Aachen. Mit 849,65 Euro ist er knapp 70 Euro günstiger als die Stadtwerke Uelzen – allerdings bei einer Preisgarantie von nur einem Jahr.

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